ZG07052409 - 24.05.2007
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Nordkorea erlaubt Katholiken, Tuberkulosepatienten zu helfen


Politische Wende der nordkoreanischen Regierung angesichts TBC-Notsituation


SEOUL, 24. Mai 2007 (ZENIT.org).- Die Regierung Nordkoreas hat einer katholischen Delegation erlaubt, pädiatrische Tuberkulosekrankenhäuser zu besuchen, was einen politischen Wandel signalisieren könnte.

„Wir sind seit dem 12. Mai in Nordkorea und bringen medizinische Unterstützung“, erklärte Pater Gerald Hammond, eines der Mitglieder einer fünfköpfigen Delegation, gegenüber AsiaNews. „Wir haben Pjöngjang, Nampo und die südöstliche Provinz von Pjengan besucht. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Genehmigung dieses Besuchs ein Geschenk Gottes war.“

Pater Hammond ist der Obere des Maryknoll-Missionsordens in Korea. Er sah zwei Motive hinter dem von der nordkoreanischen Regierung gewährten Einlass: „Einerseits stellen wir eine wirkliche Offenheit der Regierung gegenüber Ausländern fest – selbst gegenüber Katholiken. Und andererseits wächst die Sorge um den erheblichen Anstieg der Zahlen der Tuberkuloseerkrankungen in der nordkoreanischen Bevölkerung, von denen derzeit über 10 Prozent betroffen sind.“

Von diesen seien über 30 Prozent gegenüber Impfungen resistent. „Nur mit der richtigen Pflege und modernen Therapien, die über lange Zeit verabreicht werden, können wir darauf hoffen, Leben zu retten“, erläuterte der Ordenspriester.

Er und seine Kameraden haben mit dem Gesundheitsminister über eine dauerhafte Einreiseerlaubnis für Tuberkulosespezialisten gesprochen: „Wir sprachen über die Möglichkeit der Eröffnung eines TBC-Studien- und Forschungszentrums in Pjöngjang“, berichtete P. Hammond. „Dieses würde von beiden Koreas geleitet und von der Kirche finanziert werden.“

Pater Hammond sah diese Aufgabe der Kirche als „Teil dessen, was ich als ‚Apostolat der Anwesenheit‘ bezeichne. Selbst wenn es in Nordkorea keine Religionsfreiheit gibt, ist es unerlässlich, dass wir im Dialog zu glaubwürdigen und anerkannten Partnern werden – zum Wohl des gesamten Volkes.

Unser Engagement ist ein konkretes Zeichen der Sorge des Papsts um Korea und ein Zeichen für das koreanische Volk, das weltweit zu jenen Völkern zählt, die am meisten zu leiden haben, dass es nicht verlassen ist.“


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