ZG09110401 - 04.11.2009
Permalink: http://www.zenit.org/article-18988?l=german

„Ehe ist etwas anderes als eingetragene Partnerschaft"


„Familien-Bischof" Küng kritisiert neuen Gesetzentwurf


ST. PÖLTEN/WIEN, 4. November 2009 (ZENIT.org).- Vor einer de facto-Gleichstellung der Rechtsinstituts der Ehe und der eingetragenen Partnerschaft homosexueller Paare hat „Familien-Bischof" Klaus Küng gewarnt. Es sei anzunehmen, dass der neue Gesetzesentwurf des Justizministeriums versuche, "das bestehende Eherecht mit gewissen Anpassungen auf das neue Rechtsinstitut einer eingetragenen Partnerschaft homosexueller Paare zu übertragen", so Bischof Küng in einer
gestrigen Presseaussendung.Prinzipiell halte ich eine eingetragene Partnerschaft homosexueller Paare weiterhin weder für angebracht noch für notwendig, weil die bestehenden zivilrechtlichen Bestimmungen auch gleichgeschlechtlich orientierten Personen die nötigen Sicherheiten gewähren.

„Es ist anzunehmen, dass auch der neue Entwurf versucht, das bestehende Eherecht mit gewissen Anpassungen auf das neue Rechtsinstitut einer eingetragenen Partnerschaft homosexueller Paare zu übertragen. Gerade darin liegt gewissermaßen der Fehler“, meint der Familienbischof. „Der Familie auf der Grundlage der Ehe zwischen Mann und Frau gebühren bestimmte Rechte, es handelt sich nicht um Privilegien, wegen der Leistungen, die die Familie insbesondere in Bezug auf die Erziehung von Kindern erbringt. Eine Übertragung solcher Rechte auf gleichgeschlechtliche Paare ist ein falscher Weg, der zur Desorientierung beiträgt“.

„Dass im neuen Entwurf für gleichgeschlechtliche Paare keine Zeremonie vor dem Standesamt vorgesehen ist, ist grundsätzlich zu begrüßen; es bleibt allerdings abzuwarten, ob diese Regelung nicht in der Praxis umgangen werden wird. Dass hingegen kein Adoptionsrecht vorgesehen ist, halte ich für positiv, denn ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare wäre ein Verstoß der Gesellschaft gegenüber dem Kindeswohl, da Kinder für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung Vater und Mutter benötigen“.


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