KÖLN, 4. November 2009 (ZENIT.org).- Die führenden Industrienationen müssen mehr für das Weltklima tun. Das fordert Mon. Alvaro Ramazzini, Bischof der guatemaltekischen Diözese San Marcos, mit Blick auf die Weltklimakonferenz in Kopenhagen, die Mitte Dezember stattfindet.
Besonders die Verursacher des Treibhauseffektes seinen dazu verpflichtet, einerseits die Umwelt zu schonen und andererseits die Auswirkungen für die ärmeren Länder abzufedern. Bei seinem Besuch der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) in der Erzdiözese Köln berichtete Ramazzini, dass die derzeitige Dürre in dem mittelamerikanischen Land viele Menschen in Armut und Hunger gestürzt hat.
Die Bauern hätten immer wieder mit Trockenperioden zu kämpfen, aber die Dürre der letzten Jahre habe es in diesen Ausmaßen bisher noch nicht gegeben. Sie sei ein Ergebnis des Klimawandels. Aber auch die Finanz- und Wirtschaftskrise habe schlimme Folgen für Mittelamerika: 17.000 Migranten, die zuvor ihre Familie unterstützt hätten, würden nun nach Guatemala zurückkehren.In Armenregionen müssten die Familien nun mit zwei Dollar pro Tag auskommen. Zudem mahnte der Bischof Änderungen bei der industriellen Förderung von Gold und Silber an, da Rückstände aus der Erzförderung das Trinkwasser zusätzlich verschmutzten. Die Versorgung mit Trinkwasser sei durch den intensiven Anbau von Pflanzen zur Bio-Spritgewinnung generell schon belastet. Dieser Anbau verhindere außerdem, dass genügend Nahrungsmittel produzuiert werden könnten.
















