ZG09110509 - 05.11.2009
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"Pille danach": "Kirche steht auf der Seite des Lebens"


Lebensschutzbeauftragte der Erzdiözese Wien fordert Ende der "Schönrednerei" über die Abtreibungspille


WIEN, 5. November 2009 (ZENIT.org/PEW).- Ein Ende der "Schönrednerei" über die offensichtlich geplante Rezeptfreistellung der "Pille danach" forderte die Lebensschutzbeauftragte der Erzdiözese Wien, Stephanie Merckens, am Sonntag. Wörtlich sagte die Lebensschutzbeauftragte: "Wer sagt, die 'Pille danach' habe keine abtreibende Wirkung, geht davon aus, dass eine Schwangerschaft erst mit der Einnistung des Embryos beginnt. Wissenschaftlich ist aber klar, dass bereits ab Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ein neuer Mensch entstanden ist". Wer verhindere, dass sich dieses neue menschliche Wesen in der Gebärmutter einnisten kann, beende dessen Leben, so Stephanie Merckens. Die Kirche aber stehe konsequent "auf der Seite des Lebens".

Es sei völlig irreführend, ohne Unterschied zu behaupten, die "Pille danach" verhindere ungewollte Schwangerschaften, betonte die Lebensschutzbeauftragte der Erzdiözese Wien. Das sei eben nur dann der Fall, wenn diese Pille vor dem Eisprung eingenommen wird: "Zwischen Befruchtung und Einnistung wird nicht mehr verhindert, da wird beendet".

Gerade bei jungen Mädchen sei darüber hinaus auch die Hormondosierung dieser Pille kritisch, erinnerte Stephanie Merckens: "Mediziner warnen vor einer unkontrollierten Einnahme 'irgendwann im Zyklus'". Junge Mädchen wären davon besonders betroffen, weil sie ihren Zyklus aller Wahrscheinlichkeit nach noch am wenigsten kennen.

"Statt uns ständig zu überlegen, wie man Abtreibung noch leichter machen kann, sollten wir uns für einen menschenwürdigeren Umgang mit Sexualität stark machen. Mit Sexualität, die den Menschen achtet, Liebe schenkt und für das Leben offen ist", unterstrich Stephanie Merckens. Sie unterstütze daher die Forderung nach einem umfassenden Sexualunterricht: "Wichtig ist, dass Sexualität nicht auf mechanische Vorgänge reduziert wird. Sexualerziehung macht dann Sinn, wenn sie aus jungen Menschen liebende Menschen macht".

Im Gegensatz zu vielen zeitgeistigen Strömungen, die Sex aus jeglichem Beziehungs- und Verantwortungsverhältnis reißen wollen, stehe die Kirche auf der Seite der Liebe und des Lebens: "Und der Mensch braucht Liebe. Eine Liebe, die wertschätzt und mit Leben erfüllt ist".


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