ZG06022203 - 22.02.2006
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Wort der Schweizer Bischöfe zum Karwochenopfer 2006 für die Christen im Heiligen Land


"Das Heilige Land – Heimat des Christentums"


ROM, 22. Februar 2006 (Zenit.org).- Wir veröffentlichen die Botschaft, die die Bischöfe aus der Schweiz anlässlich des Karwochenopfers 2006 verfasst haben. Sie erinnern an die schwierigen Lebensumstände der Christen in der Heimat Jesu sowie an ihre "Schlüsselfunktion" für den Frieden im Nahen Osten und ermutigen ihre Landsleute, großzügig zu sein und das Heilige Land zu besuchen. "Persönliche Begegnungen geben den Menschen Hoffnung und sind für sie ein Zeichen, nicht vergessen zu sein. Den Pilgern wiederum kann eine Reise zu den heiligen Stätten des Christentums zu einer tiefen Bereicherung des eigenen Glaubens werden."

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Liebe Brüder und Schwestern

Das Karwochenopfer, zu dem wir vom Schweizerischen Heiligland-Verein eingeladen werden, verbindet uns direkt mit den Christinnen und Christen im Heiligen Land. Anlässlich der Weltbischofssynode im vergangenen Herbst forderte der melkitische Patriarch Gregor III. Laham ein Friedenswort zu Jerusalem und dem Heiligen Land, das eine Schlüsselfunktion für den Frieden im Nahen Osten und in der ganzen Welt hat. Die Menschen im Land der Bibel sind stark im Glauben verwurzelt. Das Vertrauen auf den auferstandenen Herrn ist von tief ergreifender Schönheit. Durch ihr schwieriges Alltagsleben sind sie stark gefordert, aus der Kraft des Glaubens ihr Dasein zu gestalten. Die aktuelle wirtschaftliche wie auch soziale Realität veranlasst immer mehr Bewohner, ihre geliebte Heimat zu verlassen.

Im Gebet wie auch durch das Karwochenopfer können und dürfen wir Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen konkret unterstützen. Das ist ein lebenswichtiger Beitrag für die Menschen im Heiligen Land. Geben wir ein Signal der Solidarität mit den Christen in der arabischen Welt, eine Ermutigung für die "Kirche der Araber".

So rufen wir für die bevorstehende Karwoche die Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz zur Solidarität mit dem Heiligen Land und den dort lebenden Christinnen und Christen auf. Dass dies eine langjährige Tradition hat, zeigen das 100-Jahr-Jubiläum der Zeitschrift des Schweizerischen Heiligland-Vereins und das bald 60-jährige Jubiläum des Franziskaner Kommissariates des Heiligen Landes für die Schweiz. Auch Papst Benedikt XVI. sagte kürzlich: "Jerusalem und das Heilige Land sollen ein Ort des Friedens, der Harmonie und der Begegnung sein." Die Christen sehen Jerusalem auch als "Bild für die Kirche, die – fest gebaut und dicht gefügt – bleibenden Frieden und wahres Glück schenkt."

Wir möchten Sie ermutigen, Pilgerreisen in das Heilige Land zu unternehmen. Persönliche Begegnungen geben den Menschen Hoffnung und sind für sie ein Zeichen, nicht vergessen zu sein. Den Pilgern wiederum kann eine Reise zu den heiligen Stätten des Christentums zu einer tiefen Bereicherung des eigenen Glaubens werden.

Von ganzem Herzen sagen wir allen Spenderinnen und Spendern ein großes Vergelt's Gott im Namen der Christen im Heiligen Land. Möge Gottes Segen des Friedens auf die Bewohner der Region herabkommen.

Freiburg, im März 2006
Die Schweizer Bischöfe

[Von der Schweizer Bischofskonferenz veröffentlichtes Original]


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