100 missionarische Diözesanseminare "Redemptoris Mater" weltweit

Sieben neue Seminare entstanden auf einem Gemeinschaftstag für Seminaristen in Italien

Rom, (ZENIT.org) | 402 klicks

Der Neokatechumenale Weg hat soeben einen Gemeinschaftstag für Seminaristen in Italien beendet, an dem 357 neue Seminaristen aus aller Welt teilgenommen haben. Während dieses Gemeinschaftstages sind sieben neue missionarische Diözesanseminare „Redemptoris Mater“ entstanden, so dass jetzt insgesamt 100 Seminare diesen Typs auf allen fünf Kontinenten vertreten sind. Im deutschsprachigen Raum gibt es bereits drei dieser Priesterseminare in den Erzdiözesen Berlin, Köln und Wien. 

Die neuen Seminare werden in Philadelphia (USA), Vancouver (Kanada), Belém (Brasilien), Carúpano (Venezuela), Kampala (Uganda), Úzhgorod (Ukraine) und Campobasso (Italien) errichtet. 

Während des Gemeinschaftstages wurden die 357 jungen Männer den 100 Seminaren zugeteilt, an denen sie von nun an ihre Ausbildung und ihr Studium für den Dienst an der Neuevangelisierung aufnehmen werden. Unter den Teilnehmern waren auch Kardinal Schönborn und mehrere andere Bischöfe, darunter Bischof Charles Chaput von Philadelphia, Bischof Jaime Villaroel von Carúpano und der griechisch orthodoxe Bischof Milan Shashik von Úzhgorod. Die Statuten dieser „Einführung für Erwachsene ins Christentum“, die vom Heiligen Stuhl 2008 approbiert wurden, zeigen auf, dass der Neokatechumenale Weg als ein „Itinerarium von Katechesen“ auch „ein Mittel darstellt, Berufungen zum Priestertum und zur besonderen Weihe an Gott in den verschiedenen Formen des Ordenslebens und des apostolischen Lebens zu wecken und die besondere missionarische Berufung im Herzen der einzelnen zu entzünden.“ Deshalb handelt es sich um ein Instrument, das sich für die christliche Formung der Priesteramtskandidaten in den Dienst der Bischöfe stellt. 

Ein spezifisches und grundlegendes Element des Ausbildungsweges 

Die diözesanen und missionarischen Seminare „Redemptoris Mater“ werden von den Diözesanbischöfen im Einvernehmen mit dem Internationalen Verantwortlichen - Team des Weges errichtet und stützen sich auf die für die Ausbildung und die Inkardinierung des Diözesanklerus geltenden Normen sowie auf eigene, in Übereinstimmung mit der „Ratio fundamentalis institutionis sacerdotalis“ stehenden Statuten. In diesen Seminaren finden die Priesteramtskandidaten in der Teilnahme am Neokatechumenalen Weg ein spezifisches und für den Ausbildungsweg grundlegendes Element, und sie werden gleichzeitig auf die genuine priesterliche Lebensentscheidung zum Dienst inmitten des Volkes Gottes in der brüderlichen Gemeinschaft des Presbyteriums vorbereitet. 

In einer Zeit der weltweiten Berufungskrise erinnert die Realität des Neokatechumenalen Weges an die Worte von Johannes Paul II., der während des sechsten Symposiums des Rates der europäischen Bischofskonferenz 1985 bekräftigte, dass die Evangelisierung mit der Anrufung des Heiligen Geistes begonnen werden müsse und mit der Suche danach, wo er wehe. Einige Zeichen dieses Wehens des Geistes gibt es mit Sicherheit heute in Europa. Um sie zu finden, zu unterstützen und weiter zu entwickeln, ist es notwendig, die verkümmerten Schemata zu verlassen und dorthin zu gelangen, wo das Leben beginnt, dorthin, wo wir sehen, dass Früchte des Lebens gemäß dem Heiligen Geist hervorgebracht werden.“