13. Türchen

ZENIT- Adventskalender

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 309 klicks

13. Türchen: Hinter dem Türchen verstecken sich heute das Weihnachtsgedicht „Schenken“ des Schriftstellers, Kabarettisten und Malers Joachim Ringelnatz (1883-1934) und das klassische Weihnachtslied „Was soll es bedeuten“, gesungen von Fritz Wunderlich (1930-1966) und Hermann Prey (1929-1998). Den Abschluß des muskalischen Programms bildet heute die beschwingte Interpretation des Weihnachtsliedes „Süßer die Glocken nie klingen“ von Max Raabe und Palast Orchester.

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Schenken

Schenke groß oder klein,
Aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten
Die Gaben wiegen,
Sei dein Gewissen rein.
Schenke herzlich und frei.

Schenke dabei
Was in dir wohnt
An Meinung, Geschmack und Humor,
So dass die eigene Freude zuvor
Dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist ohne List.

Sei eingedenk,
Dass dein Geschenk
Du selber bist.

***

Etwas Musikalisch-Weihnachtliches: Was soll es bedeuten“, gesungen von Fritz Wunderlich und Hermann Prey 

Was soll das bedeuten, es taget ja schon
ich weiß wohl es geht erst um Mitternacht 'rum
Schaut nur daher, schaut nur daher
wie glänzen die Sternlein je länger, je mehr

Treibt z'sammen, treibt z'sammen die Schäflein fürbaß,
Treibt z'sammen, treibt z'sammen, dort zeig ich euch was:
Dort in dem Stall, dort in dem Stall,
werd't Wunderding sehn, treibt z'sammen einmal

Ich hab nur ein wenig von weitem geguckt,
da hat mir mein Herz schon vor Freuden gehupft:
ein schönes Kind, ein schönes Kind,
liegt dort in der Krippe bei Esel und Rind

Ein herziger Vater, der steht auch dabei,
ein 'wunderschöne Jungfrau kniet auch auf dem Heu.
Um und um singt's, um und um klingts:
man sieht ja kein Lichtlein so um und um brinnt's

Das Kindlein, das zittert vor Kälte und Frost,
ich dacht mir: I wer hat es denn also verstoßt,
daß man auch heut, daß man auch heut
Ihm sonst keine andre Herberg' anbeut

So gehet und nehmet ein Lämmlein vom Gras
und bringet dem schönen Christkindlein etwas!
Geht nur fein sacht, Geht nur fein sacht,
auf daß ihr dem Kindlein kein Unruh nicht macht

***

Etwas Beschwingt-Weihnachtlich-Musikalisches: Max Raabe singt „Süßer die Glocken nie klingen

Süßer die Glocken nie klingen
als zu der Weihnachtszeit,
’s ist, als ob Engelein singen
wieder von Frieden und Freud’.
Wie sie gesungen in seliger Nacht,
Glocken mit heiligem Klang,
klinget die Erde entlang!

O, wenn die Glocken erklingen,
schnell sie das Christkindlein hört:
Tut sich vom Himmel dann schwingen
eilig hernieder zur Erd’.
Segnet den Vater, die Mutter, das Kind,
Glocken mit heiligem Klang,
klinget die Erde entlang!

Klinget mit lieblichem Schalle
über die Meere noch weit,
dass sich erfreuen doch alle
seliger Weihnachtszeit.
Alle aufjauchzen mit herrlichem Sang! 
Glocken mit heiligem Klang,
klinget die Erde entlang!