14. Türchen

ZENIT- Adventskalender

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 374 klicks

14. Dezember: Hinter dem Türchen verstecken sich heute ein Weihnachtsgedicht von dem in Berlin geborenen Schriftsteller, Satiriker und Kritiker Kurt Tucholsky (1890-1935) und der Blues-Gitarrist und -Sänger B.B. King mit „Christmas in Heaven“. Abschließend gibt Loriot noch einen Einblick in die Schwierigkeiten, die das Zubereiten eines Frühstückseies mit sich bringen kann. 

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„Großstadt - Weihnachten“

von Kurt Tucholsky

Nun senkt sich wieder auf die heim'schen Fluren
die Weihenacht! die Weihenacht!
Was die Mamas bepackt nach Hause fuhren,
wir kriegens jetzo freundlich dargebracht.

Der Asphalt glitscht. Kann Emil das gebrauchen?
Die Braut kramt schämig in dem Portemonnaie.
Sie schenkt ihm, teils zum Schmuck und teils zum Rauchen,
den Aschenbecher aus Emalch glasé.

Das Christkind kommt! Wir jungen Leute lauschen
auf einen stillen heiligen Grammophon.
Das Christkind kommt und ist bereit zu tauschen
den Schlips, die Puppe und das Lexikohn,

Und sitzt der wackre Bürger bei den Seinen,
voll Karpfen, still im Stuhl, um halber zehn,
dann ist er mit sich selbst zufrieden und im reinen:
„Ach ja, son Christfest is doch ooch janz scheen!“

Und frohgelaunt spricht er vom „Weihnachtswetter“,
mag es nun regnen oder mag es schnein,
Jovial und schmauchend liest er seine Morgenblätter,
die trächtig sind von süßen Plauderein.

So trifft denn nur auf eitel Glück hienieden
in dieser Residenz Christkindleins Flug?
Mein Gott, sie mimen eben Weihnachtsfrieden ...
„Wir spielen alle. Wer es weiß, ist klug.“

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Etwas Bluesig-Weihnachtlich-Musikalisches: B.B. King singt „Christmas in Heaven

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Etwas Heiteres zum Schmunzeln: Loriot und „Das Frühstücksei“