150 Jahre Marienerscheinungen in Lourdes: Benedikt XVI. besucht Frankreich

Jahresprogramm zum runden Jubiläum im Vatikan vorgestellt

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ROM, 14. November 2007 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. wird im kommenden Jahr nach Lourdes (Frankreich) reisen. Anlass sind die Feiern zum 150. Jahrestag der Marienerscheinungen, die am Dienstag im Vatikan vorgestellt wurden. Der genaue Zeitpunkt des Papstbesuchs steht noch nicht fest.



Während der gestrigen Pressekonferenz im Vatikan eröffnete Bischof Jacques Perrier aus Tarbes und Lourdes das geplante Programm der Jubiläumsfestlichkeiten, die am kommenden 8. Dezember, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis, beginnen und bis zum 8. Dezember 2008 andauern werden.

Der Bischof bestätigte, dass der Heilige Vater persönlich teilnehmen werde, fügte allerdings hinzu: „Wir wissen jedoch noch nicht genau wann.“

Schreine und Walfahrten spielten heutzutage eine „bedeutende Rolle im Glaubensleben“, besonders im Leben jener Menschen, die den Glauben gewöhnlich nicht praktizieren. Schreine seien daher „Orte der stillen Evangelisierung“.

Bischof Perrier stellte einige Festakte vor: Zu Ehren Papst Johannes Pauls II. werden am 8. Dezember 2007 Mosaike enthüllt, die die lichtreichen Geheimnisse des Rosenkranzes darstellen, die vom Vorgänger Benedikts XVI. eingeführt wurden (vgl. Apostolisches Schreiben Rosarium Virginis Mariae). Die Mosaike befinden sich auf der Fassade der Basilika Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz. Sie sind das Werk von Pater Marko Ivan Rupnik SJ, der auch für die Mosaike der Kapelle „Redemptoris Mater“ im Vatikan verantwortlich ist.

Einen der Höhepunkte des Programms stellt am 11. Februar, dem Fest Unserer Lieben Frau von Lourdes und dem Welttag der Kranken, die Feier der ersten der insgesamt 18 Marienerscheinungen dar. Eine Woche später, am 18. Februar, dem Fest der heiligen Bernadette, werden die Gläubigen des Ereignisses gedenken, als die Jungfrau Maria bei ihrer dritten Erscheinung die Bitte aussprach, Bernadette möge jeden Tag zur Grotte kommen. „Trotz Schwierigkeiten hat Bernadette dieses Versprechen gehalten“, betonte Bischof Perrier.

Am 25. März, dem Fest der Verkündigung Mariens, wird der 16. Erscheinung der Mutter Gottes gedacht: Die Jungfrau hatte der heiligen Bernadette an diesem Tag ihren Namen offenbart: „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.“

Vom 15. bis zum 20. Juli, zur Zeit des internationalen Weltjugendtages in Sydney (Australien), werden im französischen Wallfahrtsort Lourdes – in geistiger Verbundenheit mit der Weltjugend und dem Papst in Sydney – verschiedene Veranstaltungen stattfinden, an denen junge christliche Künstler mitwirken.

Darüber hinaus wird sich ein Mariologischer Kongress vom 4. bis zum 8. September mit dem Thema „ Die Erscheinungen der Jungfrau Maria: Geschichte, Glaube und Theologie“ befassen.

Bischof Perrier lud alle Gläubigen dazu ein, dem „Weg des Jubiläumsjahres“ zu folgen, der von der Taufe zur Eucharistie führe. Auf diesem Wege gebe es vier Stationen: die Kapelle der Gemeinde, in der Bernadette getauft wurde; die Hütte, in der ihre Familie lebte, die „in ihrer Armut und Dunkelheit zur Betrachtung des paradoxen Wesens der göttlichen Vorzüge“ einlade; der Weg zur Grotte und die Hospizkapelle, in der Bernadette am 3. Juni 1858 ihre erste Heilige Kommunion empfing.

Acht Millionen Pilger werden im Jubiläumsjahr 2008 erwartet.