150 Jahre Salesianer Don Boscos: Würdigung von Erzbischof Zollitsch

Ihre Einrichtungen sind „Biotope des Glaubens und Gottvertrauens"

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MÜNCHEN, 30. Januar 2009 (ZENIT.org).- „Wir brauchen auch heute Ordensleute! Wir brauchen Frauen und Männer, die alles auf eine Karte setzen, die sich durch das Evangelium eng mit Jesus Christus auf seinem Weg verbinden." Mit diesen Worten hat heute der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, für neue Berufungen im Ordensleben geworben. Anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Salesianer Don Boscos sagte Zollitsch in München, dass Orden und Klöster ein neues Interesse in der Öffentlichkeit erlebten. Gerade die durch Klöster vermittelten Werte­vorstellungen würden immer mehr Manager motivieren, eine Auszeit in Klöstern zu suchen.

Die Salesianer würdigte Erzbischof Zollitsch für ihr Wirken vor allem mit jungen Menschen: „Sie haben nicht vor den Auswirkungen des modernen Individualismus kapituliert, sondern auf die Herausforderung geantwortet und neue Bündnisse geschlossen. Ihre Erfahrungen sind wegweisend für die Kirche insgesamt. Denn eine der größten Herausforderungen in unserem Land ist es, in den neuen größeren Pastoralräumen und zwischen den vielen pastoralen Diensten verstärkt Formen der Kooperation zu entwickeln, die der Vielfalt an Berufungen und Charismen so Raum geben."

Es gehe darum, neue Formen des gemeinsamen Lebens und Arbeitens durch Kooperation aufzubauen. Dazu leisteten die Salesianer einen wichtigen Beitrag, sagte Zollitsch. „Die Einrichtungen der Salesianer bilden so etwas wie Biotope des Glaubens und Gottvertrauens, eine jugendgemäße Umgebung, in der junge Menschen sich entfalten und Glauben erfahren und einüben können."

Erzbischof Zollitsch dankte den Salesianern auch für ihren Beitrag in der Berufungspastoral: „Berufungspastoral will helfen, dass gerade junge Menschen ihre Einmaligkeit und Würde in den Augen Gottes entdecken und aus diesem grundlegenden Beschenktsein heraus sich in den Dienst an anderen Menschen, in der Gesellschaft und in der Kirche stellen."

Morgen, Samstag, begeht die Kirche den Gedenktag des heiligen Johannes Bosco. Für seine Schützlinge stand ihm immer nur ein Ziel vor Augen: „Ich will Euch zeitlich und ewig glücklich sehen!“

[Den vollständigen Text der Ansprache wird ZENIT morgen, Samstag, veröffentlichen]