2.759 Jahre Ewige Stadt, ein Jahr Benedikt XVI.: Festkonzert im "Parco della Musica"

Der Heilige Vater verweist auf den geistlichen Gehalt von Mozarts "Ave Verum"

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ROM, 24. April 2006 (ZENIT.org).- Am Freitagabend gab es in der Ewigen Stadt ein ganz besonderes Geburtstagskind zu feiern, nämlich die Stadt Rom selbst, die seit nunmehr 2.759 Jahren existiert. Um dieses stolze Alter gebührend zu würdigen sowie aus Anlass der Amtseinführung von Papst Benedikt XVI. vor einem Jahr, wurde von der Stadtregierung im "Parco della Musica" ein Mozart-Konzert offeriert. Neben dem Heiligen Vater und seinem Generalvikar für die Stadt Rom, Kardinal Camillo Ruini, waren auch der italienische Staatspräsident Azeglio Ciampi, der Bürgermeister der Stadt Rom Veltroni sowie zahlreiche weitere politische und kirchliche Würdenträger anwesend.



Dirigent Vladimir Jurowski ließ das Orchester der Nationalakademie "Santa Cecilia" mit der Ouvertüre zu "Hochzeit des Figaro" den Auftakt machen. Weitere bekannte Arien, etwa aus der "Entführung aus dem Serail", oder das berühmte "Ave Verum" folgten. Für den Papst ist dieses geistliche Musikstück, das Wolfgang Amadeus Mozart 1691 komponierte, "eine Motette, die reich ist an theologischem Inhalt". Zudem handelt es sich nach seinen Worten um eine Komposition, "die zum Gebet anregt". Den musikalischen Abschluss bildete ein Stück aus der "Zauberflöte".

Die Zuhörer bedankten sich mit einem stürmischen Applaus für die musikalische Darbietung. Danach richtete der Heilige Vater einige Worte an die Anwesenden. Er dankte zunächst allen, die die Realisierung des Konzerts möglich gemacht hatten, aus ganzem Herzen, um anschließend auf den Gründungstag Roms einzugehen. Das Jubiläum dieses Tages bezeichnete er als einen "historischen Gedenktag, der uns, wenn wir uns in Gedanken zu den Anfängen dieser Stadt begeben, die günstige Gelegenheit gibt, die Berufung Roms besser zu verstehen. Sie ist für die ganze Welt ein Leuchtturm der Kultiviertheit und der Spiritualität." Die Ewige Stadt habe in den letzten Jahrhunderten eine ganz besondere Mission erfüllt, die auch weiterhin wichtig bleibe. Um das zu erkennen, reiche es aus, an die vielen Touristen zu denken, die –vom reichen kulturellen Erbe dieser Stadt angezogen – das ganze Jahr hindurch nach Rom kämen.

Da das Konzert gleichzeitig auch an den ersten Jahrestag des Pontifikats des Heiligen Vaters erinnerte, bedankte sich Benedikt XVI. beim römischen Volk für dessen herzliche Aufnahme. Danach bedankte er sich für die musikalische Aufführung. Mozart nannte er einen "großen Komponisten", der eine unauslöschliche Spur in der Geschichte hinterlassen habe. In diesem Jahr wird weltweit der 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart begangen.