2. Ökumenischen Kirchentag: Katholischer Gastgeber bei 400 Veranstaltungen dabei

Erzbischof Marx und Seelsorge-Fachleute auf Podien und Foren

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MÜNCHEN, 30. April 2010(ZENIT.org).- Zusammen mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern hat sich das Erzbistum München und Freising intensiv auf den 2. Ökumenischen Kirchentag in München vorbereitet. Ein besonderes Anliegen beider Kirchen ist dabei die thematische Gestaltung der Podien, Foren und Zentren mit Themen und Inhalten, die aus ihrer Sicht besonders aktuell und wichtig sind. Allein das Erzbistum ist an mehr als 400 Veranstaltungen beteiligt. Über 120 Fachreferenten aus unterschiedlichsten Bereichen der Seelsorge - zum Beispiel Jugend, Familien, Senioren oder Umwelt - bringen die Themen ihrer Arbeit ein. „Wir bringen unsere inhaltlichen Positionen in den Kirchentag ein, damit das Gemeinsame gestärkt wird", sagt der Beauftragte des Erzbistums für den 2. Ökumenischen Kirchentag, Armin Wouters. Die Zusammenarbeit zwischen Erzbistum und Evangelisch-Lutherischer Kirche in Bayern sei für beide Seiten sehr bereichernd gewesen.

Erzbischof Marx hält am Samstag, 15. Mai, um 11.00 Uhr in der Hauptvortragsreihe „Wege aus der Krise" einen Vortrag zum Thema „Aus den Krisen in die Zukunft - Welche Verantwortung hat die Wirtschaft" (Messehalle C2). Weihbischof Wolfgang Bischof diskutiert im Zentrum „Zukunft der Kirche vor Ort" am Freitag, 14. Mai, um 16.00 Uhr auf einem Podium zum Thema „Kirche der Zukunft nimmt Gestalt an" (evangelische St. Matthäuskirche, Sendlinger Tor). Über das Thema „Auf dem Weg - Was läuft in der Ökumene?" spricht am Donnerstag, 13. Mai, von 16.15 bis 17.00 Uhr Weihbischof Engelbert Siebler mit der Münchner Stadtdekanin Barbara Kittelberger und dem Erzpriester der griechisch-orthodoxen Kirche in München Apostolos Malamoussis (Bühne am Marienhof).


Der Diözesanrat der Katholiken des Erzbistums München und Freising organisierte im Rahmen der Podienreihe „Arbeit - Armut - Familie" die Veranstaltung am Donnerstag, 13. Mai, von 16.00 bis 17.30 Uhr die Veranstaltung „Arbeit - made in paradise. Das Kapital hat keine Würde - der Mensch bleibt das Maß!" mit (Messehalle C2). Um weltweite kirchliche Partnerschaften geht es bei der Veranstaltung „Traumpartner gefunden" am Freitag, 14. Mai von 16.00 bis 17.30 Uhr (Zentrum „Eine Welt" in der Technischen Universität München).

Unter anderen berichtet Bischof Victor Corral aus Ecuador über die Partnerschaft mit dem Erzbistum. Katholische Verbände und der Katholikenrat der Region München engagieren sich beim Abend der Begegnung mit Ständen am Stachus und am Maximiliansplatz. Der Diözesanrat begleitet außerdem Mitglieder des Laienrats aus Ecuador, die Erzbischof Marx zur Teilnahme am Ökumenischen Kirchentag nach München eingeladen hat.

Die Zentren, die sich sowohl an Lebenssituationen als auch an Themenbereichen orientieren, werden jeweils von Fachleuten der katholischen und evangelisch-lutherischen Kirche geleitet. Mehrere Fachreferenten aus dem Erzbischöflichen Ordinariat München haben den katholischen Part in der Leitung von Zentren übernommen. Zum Beispiel ist der Fachbereichsleiter Ehe, Familie, Alleinerziehende, Meinrad Niggl, am Familienzentrum im Zirkus-Krone-Bau beteiligt. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs bringen sich zusammen mit den evangelischen Kollegen in Workshops, Mitmachaktionen und Begegnungscafés ein.

Die Leiterin des Seelsorgereferats, Anneliese Mayer, diskutiert am Samstag, 15. Mai, von 11.00 bis 12.30 Uhr im Zirkus-Krone-Bau beim Podium „Veränderte Kindheit? - Was Medien, Konsum und Geldnot heute in Familien bewirken".

Das Zentrum „Älter werden" in der Messehalle B1 (Süd) leitet auf katholischer Seite die Seniorenseelsorgerin des Erzbistums, Marianne Habersetzer. Dort stehen Themen wie „Wohnen im Alter", „Generationengerechtigkeit" oder „Unterstützung von pflegenden Angehörigen" auf dem Programm. Im Rahmen des Forums „Chancen und Grenzen des Lebens im Alter" diskutieren unter anderem Marianne Habersetzer und der Fachreferent für Palliativ Care im Erzbischöflichen Ordinariat, Thomas Hagen, am Donnerstag, 13. Mai, von 16.00 bis 17.30 Uhr das Thema „Gesegnetes Alter(n)" (Messehalle B1, Nord).

Für das Zentrum „Umwelt und Ressourcen" in Messehalle A3 ist auf katholischer Seite der Umweltbeauftragte des Erzbistums Mattias Kiefer verantwortlich. Zahlreiche Diskussionsveranstaltungen thematisieren den weltweiten Klimawandel und seine Folgen. Dazu gibt es Präsentationen von zahlreichen im Umweltschutz engagierten kirchlichen Gruppen. Am Samstag, 15. Mai, von 11.00 bis 12.30 Uhr moderiert Kiefer die Diskussion „Zukunft auf Rädern?". Außerdem stellt der Diözesanrat sein CO2-Ausgleichsprojekt vor und beteiligt sich am Donnerstag, Freitag und Samstag in der Abendreihe „Lebensstile".

Die Leiterin des Kinderhauses Lichtblick Hasenbergl in der Münchner Pfarrei Maria Sieben Schmerzen, Johanna Hofmair, diskutiert auf dem Podium mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem evangelischen ÖKT-Präsidenten Professor Eckhardt Nagel und anderen das Thema „Hoffnung in Zeiten der Verunsicherung - Gibt es eine Formel für den gesellschaftlichen Zusammenhalt?".

Den katholischen Part beim Geistlichen Zentrum (Messehalle B2) übernimmt Gabriela Grunden vom Fachbereich Glaubensorientierung im Erzbischöflichen Ordinariat. Die Angebote wollen die Quellen des Glaubens und die Oasen des Lebens erschließen. Neben Gesprächen auf dem Podium werden auch zahlreiche Workshops in der Messehalle und im Ökumenischen Zentrum Riem angeboten. Am Freitag, 14. Mai, nimmt Erzbischof Marx am Podiumsgespräch zum Thema „Durst nach Leben - (V)erschließen die Kirchen die Quellen" teil. Günther Lohr vom Fachbereich Exerzitien stellt zusammen mit der evangelischen Kollegin Sabine Schnurr das Modell der Ökumenischen Exerzitien im Alltag 2010 vor.

Katholischer Leiter des Zentrum Jugend im Olympiapark ist Diözesanjugendpfarrer Klaus Hofstetter. Der Bund der Katholischen Jugend (BDKJ) mit seinen Mitgliedsverbänden und das Erzbischöfliche Jugendamt gestalten mehrere Themen und Veranstaltungen mit. So übernimmt das Cross-Over-Team aus Schliersee die musikalische Gestaltung des Eröffnungsgottesdienstes am Donnerstag, 13. Mai, um 9.30 Uhr auf der Seebühne. Im Zukunftsdorf der Event-Arena gestaltet der BDKJ-Diözesanverband mit dem Thema des Jugendforums im Erzbistum „Update Kirche" einen Workshop. Die Arche 2010, das Gemeinschaftsprojekt der katholischen und evangelischen Jugend Münchens zum Ökumenischen Kirchentag, lädt die Besucher zum kreativen Umgang mit dem Thema Schöpfung ein. Der Mini(stranten)treff wird mit Diskussionen und Workshops vom Referat Ministrantenarbeit im Erzbischöflichen Jugendamt gestaltet.