2013 nahmen Kirchenaustritte stark zu

Statistik deutscher Bistümer

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 191 klicks

Wie aus der am Freitag vorgelegten Statistik der deutschen Bistümer hervorgeht, ist die Anzahl der Kirchenaustritte im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. So verzeichnet beispielsweise das Erzbistum Köln über 17.000 Austritte, 2012 waren es noch 10.000, und das Erzbistum München verzeichnet 16.000, 2012 waren es 11.500. Im Erzbistum Hamburg waren es mit knapp 6.000 Austritten etwa 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Bundesweit sind es insgesamt 178.805 Austritte, wie die Bischofskonferenz bekannt gab, 2012 waren es noch 118.335.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Kardinal Reinhard Marx, äußerte in einer schriftlichen Stellungnahme, die Kirche müsse die Zahlen ernst nehmen, da sie der Beleg für einen Vertrauens-und Glaubwürdigkeitsverlust im zweiten Halbjahr von 2013 seien. Man müsse den hohen Austrittszahlen durch eine gute und überzeugende Arbeit auf allen Ebenen entgegentreten, was besonders für Bischöfe und Priester gelte.

Die meisten der Stellungnahmen aus den Bistümern sehen als Grund für die vielen Austritte die negativen Schlagzeilen des vergangenen Jahres, wie die Konflikte um Bischof Tebartz-van Elst. Eines der obersten Ziele für die Zukunft sei mehr Transparenz.