2017 - 500 Jahre Reformation

Ökumenischer Dialog zwischen Katholiken und Protestanten

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 440 klicks

Msgr. Matthias Türk, Mitglied des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, veröffentlichte heute im „Osservatore Romano“ (24/01/2014) einen umfassenden Artikel zum ökumenischen Dialog zwischen Katholiken und Protestanten. 2017, so der Autor, werde das Jahr des 500. Jahrestags der Reformation sein. Das Datum gebe Gelegenheit, sowohl mit Freude an den seit 50 Jahren geführten ökumenischen Dialog zwischen beiden Konfessionen zu erinnern, aber auch an die Trennung beider Kirchen, die zu einer selbstkritischen Analyse auf beiden Seiten einlade. 2017 werde erstmals gemeinsam an die Reformation erinnert, ein Ereignis, das weder für Katholiken noch für Protestanten Anlass zum Feiern sei.

Für das Jahr 2017 ist eine gemeinsame Erklärung von Katholiken und Protestanten geplant. Bereits im letzten Jahr erschien ein Dokument zum Thema: „From Conflict to Communion. Lutheran Catholic Common Commemoration of the Reformation in 2017 (Von Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutheranisch-katholisches Gedenken der Reformation 2017):“, aus dem die Annäherung beider Konfessionen klar hervorgeht. Das Dokument hebt sich damit deutlich von Äußerungen in den vergangenen Jahrhunderten ab und bildet die Basis für den weiteren gemeinsamen Dialog.

Für die erste Hälfte dieses Jahres ist außerdem die Veröffentlichung ergänzender Texte und eines ökumenischen Gebets vorgesehen, Ergebnis der Zusammenarbeit des „International Lutheran Council“ und des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen. Katholiken und Protestanten sollten sich auf die Gemeinsamkeit beider Konfessionen konzentrieren und gemeinsam vom Glauben Zeugnis ablegen, so zwei der fünf im erwähnten Dokument formulierten Gebote.