23 neue Kardinäle am 24. November 2007: Benedikt XVI. kündigt Konsistorium an

„Damit sie es verstehen, bei jeder Gelegenheit mutig Zeugnis zu geben von ihrer Liebe“

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ROM, 17. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. wird am 24. November im Rahmen eines Konsistoriums 23 neue Kardinäle ernennen. Das kündigte der Papst heute, Mittwoch, am Ende der Generalaudienz auf dem Petersplatz an.



„Jetzt wird mir die Freude zuteil anzukündigen, dass ich am nächsten 24. November, am Vortag zum Hochfest Unseres Herrn Jesus Christus, dem König des Universums, ein Konsistorium halte, bei dem ich von der zahlenmäßigen Begrenzung, die von Papst Paul VI. festgelegt und von meinem Vorgänger Johannes Paul II. in der Apostolischen Konstitution „Universi dominici gregis“ (vgl. Nr. 33) bestätigt wurde, um eins abrücken und 18 Kardinäle ernennen werde. Hier sind ihre Namen“, erklärte Papst Benedikt vor rund 30.000 Gläubigen, die er dazu anhielt, schon jetzt für die neuen Kardinäle zu beten.

Es handelt sich um:

-- Erzbischof Leonardo Sandri, Präfekt der Kongregation für die Orientalischen Kirchen
-- Erzbischof John Patrick Foley, Pro-Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem
-- Erzbischof Giovanni Lajolo, Präsident der Päpstlichen Kommission und des Governatorats des Vatikanstaates;
-- Erzbischof Paul Joseph Cordes, Präsident des Päpstlichen Rates „Cor Unum“

-- Erzbischof Angelo Comastri, Erzpriester der Vatikanischen Basilika, Generalvikar Seiner Heiligkeit für die Vatikanstadt und Präsident der Dombauhütte von Sankt Peter
-- Erzbischof Stanisław Ryłko, Präsident des Päpstlichen Rates für die Laien
-- Erzbischof Raffaele Farina, Archivar und Bibliothekar der Heiligen Römischen Kirche
-- Erzbischof Agustín García-Gasco Vicente (Valencia, Spanien)
-- Erzbischof Seán Baptist Brady (Armagh, Irland)
-- Erzbischof Lluís Martínez Sistach (Barcelona, Spanien)
-- Erzbischof André Vingt-Trois (Paris, Frankreich)
-- Erzbischof Angelo Bagnasco (Genua, Italien)
-- Erzbischof Théodore-Adrien Sarr (Dakar, Senegal)
-- Erzbischof Oswald Gracias (Bombay, Indien)
-- Erzbischof Francisco Robles Ortega (Monterrey, Mexiko)
-- Erzbischof Daniel N. DiNardo (Galveston-Houston, USA)
-- Erzbischof Odilio Pedro Scherer (São Paulo, Brasilien)
-- Erzbischof John Njue (Nairobi, Kenia)

Ferner wird Papst Benedikt XVI. nach eigenen Worten auch „drei hochverehrten Erzbischöfen und zwei verdienstvollen Geistlichen die Kardinalswürde verleihen, vor allem in Anerkennung ihres Einsatzes im Dienst an der Kirche“:

-- Erzbischof Emmanuel III Delly, Patriarch von Babylonien der Chaldäer
-- Erzbischof Giovanni Coppa, Apostolischer Nuntius
-- Erzbischof Emeritus Estanislao Esteban Karlic (Paraná, Argentinien)
-- P. Urbano Navarrete SJ, früherer Rektor der Päpstlichen Universität Gregoriana
-- P. Umberto Betti OFM, früherer Rektor der Päpstlichen Lateran-Universität

Die neuen Purpurträger aus verschiedenen Teilen der Welt repräsentieren, wie der Bischof von Rom betonte, „die Universalität der Kirche mit der Vielzahl ihrer Ämter“: Neben Würdenträgern, die sich in ihrem Dienst am Heiligen Stuhl verdient gemacht hätten, werden in knapp einem Monat auch Hirten geehrt, „die ihre ganze Energie in den direkten Kontakt mit den Gläubigen gesteckt haben“.

Benedikt XVI. äußerte in diesem Zusammenhang seine Hoffnung, dass er auch in Zukunft Gelegenheit haben werde, seine Wertschätzung und Zuneigung in dieser Form unter Beweis zu stellen. Ursprünglich habe er auch den Altbischof von Köslin-Kolberg (Polen), Ignacy Jeż, in den Kardinalsstand erheben wollen. Bischof Jeż war gestern, Dienstag, im 94. Lebensjahr an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben.

Abschließend wandte sich der Papst mit einer konkreten Bitte an die Gläubigen: „Vertrauen wir die Neuerwählten dem Schutz der allerseligsten Jungfrau Maria an, indem wir sie bitten, ihnen in ihren jeweiligen Aufgaben beizustehen, damit sie es verstehen, bei jeder Gelegenheit mutig Zeugnis zu geben von ihrer Liebe zu Christus und zur Kirche.“