241 Fälle von Intoleranz gegen Christen in Europa

Bericht über das Jahr 2013 veröffentlicht

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 471 klicks

Die Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen stellte am 15. Mai 2014 ihren Jahresbericht für das Jahr 2013 vor. Der Bericht, der in englischer Sprache verfasst ist, dokumentiert 241 Fälle von Intoleranz gegen Christen. Dr. Gudrun Kugler, Leiterin der Beobachtungsstelle, erklärte: „Die zunehmende Säkularisierung Europas schränkt Christen in ihren Freiheiten immer mehr ein. Es gibt Regierungen und Gruppen, die anstatt Platz für alle zu schaffen, Religion und insbesondere das Christentum immer mehr an den Rand drängen. Durch unsere Forschungs- und Dokumentationsarbeit versuchen wir, ein Problembewusstsein zu schaffen. Das ist notwendig, damit das Zusammenleben verschiedener Strömungen und Geisteshaltungen in Europa gelingen kann.“

In dem Bericht werden die Fälle in insgesamt drei Kategorien eingeteilt: anti-christliche Übergriffe, Intoleranz gegen Christen in Gesetz und Politik sowie anti-christliche Vorfälle in Kunst und Medien.

Für das Jahr 2013 ist eine Zunahme von Vandalismus gegen christliche Stätten feststellbar. Bisher liegen in den europäischen Staaten dazu kaum Statistiken und Studien vor. Die wenigen vorliegenden Daten zeigen jedoch, dass Übergriffe gegen Christen in Europa steigen. In dem Bericht werden 133 Fälle von Vandalismus in 11 verschiedenen Ländern dokumentiert.

Christen würden vor allem, so der Bericht weiter, durch Gesetze und politische Maßnahmen eingeschränkt. Betroffen seien die Gewissensfreiheit oder die freie Meinungsäußerung; hinzukämen „eine diskriminierende Gleichstellungspolitik sowie Einschränkungen der Elternrechte“. Im Bericht für das Jahr 2012 wurden 41 Gesetze in 14 europäischen Ländern dokumentiert, die die freie Religionsausübung einschränkten.

Intoleranz gegen Christen lasse sich auch im Bereich Kunst und Medien sowie in den sozialen Kommunikationsmitteln feststellen.

„Gegenseitige Achtung ist ein Schlüsselbegriff für das Verständnis der Menschenrechte im Allgemeinen und insbesondere für die Religionsfreiheit: ‚Platz für alle zu schaffen‘, die sogenannte ‚reasonable accomodation‘, sollte im Umgang mit den Religionen in Europa unser Leitprinzip sein“, heißt es in der Pressemitteilung

Auf der Homepage der Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung von Christen sind über 1300 Fälle von Intoleranz gegen Christen dokumentiert und unter diesem Link recherchierbar.

Der vollständige Bericht für das Jahr 2013 kann unter diesem Link abgerufen werden.