25 Jahre „Stiftung Johannes Paul II. für die Sahel-Zone“

Bollwerk gegen die Versteppung und „Werkzeug des interreligiösen Dialogs“

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ROM, 13. Februar 2009 (ZENIT.org).- Die Stiftung Johannes Paul II. für die Sahel-Zone gedenkt des 25. Jahrestages ihres Bestehens. Die Idee zu ihrer Gründung war nach dem ersten Besuch des direkten Vorgängers von Papst Benedikt XVI. in Afrika im Mai 1890 gekommen, in Ouagadougou (Burkina Faso). Johannes Paul II. unterzeichnete die Gründungsakte am 22. Februar 1984.



Während der Versammlung des Verwaltungsrates der Stiftung, die am 10. Februar 2009 in Ouagadougou begonnen hat, wurde des Jubiläums gedacht. Feierlich begangen wird man es mit einer Eucharistiefeier am 15. Februar.

In einer heute veröffentlichten Presseerklärung skizziert der Päpstliche Rat „Cor Unum“, der die katholischen Hilfsorganisationen weltweit koordiniert, die Tätigkeiten und Ziele der Stiftung. Sie widmet sich demnach der Verwaltung und dem Schutz der natürlichen Ressourcen. Konkret beteiligt sie sich am Kampf gegen die Dürre und die Versteppung in der Sahel-Zone. Dies geschehe stets unter Einbindung der einheimischen Bevölkerung.

Die Stiftung kümmert sich zudem um die Ausbildung von Trainern („cadres moyens“), von Ärzten und Krankenpflegern sowie Technikern und Arbeitern (Installateure, Bauern, Viehzüchter, Mechaniker, Waldbauern: „cadres techniques“).

Ein besonderes Merkmal der Stiftung sei ihre Offenheit für Mitglieder verschiedener Religionen. So werde sie auch zu einem „Werkzeug des interreligiösen Dialogs“.

Der Afrika-Sitz der „Stiftung Johannes Paul II. für die Sahel-Zone“ befindet sich in Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt. Knapp 11 Prozent der etwas mehr als 12 Millionen Einwohner sind Katholiken, 50 Prozent sind Muslime. Ein weiteres afrikanisches Land, dem die Stiftung Unterstützung gewährt, ist beispielsweise Niger. Dort ist der Katholikenanteil mit 0,18 Prozent verschwindend gering. 80 Prozent der rund 11,6 Millionen Einwohner sind Muslime.