34 Legionäre Christi in Rom zu Diakonen geweiht

Neue Diakone aus elf verschiedenen Ländern

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ROM, 2. Juli 2012 (ZENIT.org). - Am liturgischen Gedenktag der römischen Märtyrer spendete Lorenzo Leuzzi, Weihbischof der Diözese Rom, 34 Ordensleuten der Legionäre Christi die Diakonweihe, wie in einer Pressemitteilung der Kongregation mitgeteilt wurde. Der Gottesdienst fand in der Hauskapelle des Studienzentrums der Kongregation in Rom statt. Die neuen Diakone stammen aus elf verschiedenen Ländern: vier aus Brasilien, einer aus Puerto Rico, zehn aus den USA, einer aus Kolumbien, elf aus Mexiko, zwei aus Italien, einer aus Polen, einer aus Venezuela, einer aus Chile, einer aus England und einer aus Rumänien. Zwei der neuen Diakone sind Geschwister, P. Jason Huynh LC und P. Peter Huynh LC, aus Vietnam.

Der Feier wohnten zahlreiche Gäste bei, allen voran die Eltern, Verwandten und Bekannten der Diakone, alle Legionäre Christi, die in der Ewigen Stadt studieren und arbeiten, der Generaldirektor P. Álvaro Corcuera LC, und der Territorialdirektor für Italien, P. Óscar Náder LC. In den Wochen davor waren in Mexiko, Brasilien und den USA insgesamt vier weitere Legionäre Christi zu Diakonen geweiht wurden. Unter den neu geweihten Diakonen sind auch mehrere Brüder, die ihre Noviziatszeit oder ein Praktikum in Deutschland verbracht haben. So verbrachte der aus Polen stammende Ordensmann Mariusz Kielbasa LC von 2002 - 2004 seine Noviziatszeit in Bad Münstereifel. Er und Csaba Szász LC werden nach ihrer Weihe in der Ordensprovinz West- und Mitteleuropa tätig sein.

In seiner Predigt nahm Weihbischof Leuzzi besonderen Bezug zum liturgischen Gedenktag der römischen Märtyrer: „Bis zum heutigen Tag, an dem die Kirche vom Herrn 34 neue Diakone empfängt, reicht das Zeugnis der ersten Märtyrer und ihres Opfers. Dieses Geheimnis schließt auch jeden von uns hier mit ein. […] Sie, liebe Diakone, erfahren schon im Ordensleben eine Liebe, die größer ist als alles, was Sie je erwartet haben. Sie haben dem Herrn Ihr Leben gegeben, und heute übergibt es der Herr der Kirche, und die Kirche nimmt es entgegen und schenkt Ihnen ihr Vertrauen. Die Kirche vertraut sich Ihnen an und vertraut Ihnen und wünscht ihren Weg in der Geschichte durch Ihren Dienst fortzusetzen. Sich in einer Zeit des Widerstreits, zahlreicher alternativer Lebensentwürfe zum Evangelium, in einer Zeit falscher Propheten selbst im Inneren der Kirche dem Dienst im Ordensleben zu weihen, stellt eine noch größere Herausforderung dar. Das Evangelium, das die Märtyrer verkündeten, ist das einzige Evangelium, das dazu beiträgt, eine Gemeinschaft aufzubauen. Jesus hat keine Furcht, seinen Jüngern zu sagen, dass all dies nicht einfach sein werde aber dass wir immer auf seine unverwüstliche Liebe zählen dürfen.“

Persönliche Worte eines Kandidaten

In einem Brief an seine Freunde in Deutschland schrieb Br. Mariusz Kielbasa LC kurz vor seiner Diakonweihe: „Als Diakon und später als Priester lebt man nicht mehr für sich selbst, sondern um allen Menschen zu dienen und sie näher zu Christus zu bringen. Die Diakonatsweihe ist für mich ein wichtiger Moment in meinem Leben: Es ist die letzte Stufe zum Priestertum. Jede Berufung hat ihre eigene Geschichte. Meine Geschichte begann am 4. März 1977, meinem Geburtstag – Meilensteine in meinem Leben waren dann natürlich der  Eintritt ins Noviziat der Legionäre Christi in Bad Münstereifel, wobei zwischen 2002 und 2004 der Schwerpunkt meiner Ausbildung im tieferen Kennenlernen Jesu Christi lag. […] 10 Jahre Ausbildung sind eine lange Zeit – nicht so sehr, um viel zu lernen, sondern mehr noch um die eigene Berufung zu prüfen und zu festigen; Christus wirklich zu erfahren und Seine Liebe an die Menschen weiterzugeben. Dies, und nur dies ist die eigentliche Kraft und Stärke, die später in den Apostolaten und im Dienst an den Menschen hilft, voran zu kommen.“

Die Priesterweihe der Neudiakone wird voraussichtlich am 15. Dezember dieses Jahres in der Lateranbasilika in Rom stattfinden.