40 Jahre Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden

1969 wurde die Österreichische Kommission Iustitia et Pax gegründet

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WIEN, 3. Juni 2009 (ZENIT.org).- Mit einer zweitägigen Veranstaltung wird das 40-Jahr-Jubiläum der österreichischen bischöflichen Kommission Iustitia et Pax in Wien gefeiert.

Am Donnerstag, dem 4. Juni, zelebriert der jetzige Vorsitzende, der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz SDB, im Stephansdom einen Festgottesdienst. Dem folgt ein Festvortrag von Msgr. John Onaiyekan, dem Erzbischof von Abuja/Nigeria und Vorsitzenden der westafrikanischen englischsprachigen Bischofskonferenz, zum Thema „The Injustices of Globalisation: the Perspective of the African Church" („Die Ungerechtigkeiten der Globalisierung - die Perspektive der Kirche in Afrika"). Übermorgen, Freitag, wird sich im Rahmen der Jubiläumsfeiern ein Symposion an der Universität Wien mit „Weltordnungspolitik in der Krise" auseinandersetzen.

Die Österreichische Kommission Iustitia et Pax ist eine Einrichtung der Österreichischen Bischofskonferenz zur Förderung von Gerechtigkeit, Frieden und Menschenrechten. Sie wurde 1969 gegründet, nachdem zwei Jahre zuvor die Päpstliche Kommission (heute: Päpstlicher Rat) für Gerechtigkeit und Frieden von Papst Paul VI. ins Leben gerufen worden war. Hauptaufgabe ist die Analyse von Entwicklungen im Hinblick auf die drei genannten Kernthemen und die Vermittlung der entsprechenden Ergebnisse an Kirche und Öffentlichkeit. Ethische und politische Grundfragen versucht Iustitia et Pax aus Sicht der kirchlichen Soziallehre in die politische Meinungsbildung einzubringen.

In ganz Europa gibt es gegenwärtig 31 nationale Kommissionen, die nach Wunsch des Papstes und in Einklang mit der Mission des Päpstlichen Rates eingerichtet worden sind. Über die Konferenz Europäischer Iustitia-et-Pax-Kommissionen sind diese miteinander vernetzt.