44. Jahrestag der Priesterweihe von Papst Franziskus

Ein Pater erinnert sich

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 414 klicks

Vor 44 Jahren, am 13. Dezember 1969, wurde Jorge Mario Bergoglio bei den Jesuiten zum Priester geweiht. In seinen Ansprachen und Predigten hat der Pontifex oft von der Figur des Priesters und seinen Aufgaben gesprochen. Radio Vatikan publizierte anlässlich des Jahrestages ein Interview mit einem Pater, der Bergoglio in den 70er und Anfang der 80er Jahre kennengelernt hat, Pater Miguel Yanez, ein argentinischer Jesuit, heute Dekan der Fakultät für Moraltheologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Pater Yanez studierte ebenfalls von 1977 bis 1979 am Kollegium San Giuseppe in San Miguel in Argentinien, als Pater Jorge Bergoglio Provinzial der Jesuiten war; anschließend traf er ihn von 1981 bis 1985, als Bergoglio Leiter des Kollegiums war. Zu seinen Erinnerungen gehören die gemeinsame Morgenmesse, der Alltag im Kollegium, aber auch die Momente gemeinsamer Erbauung.

Pater Yanez sagte in dem Interview, Bergoglio habe ihnen sehr nahe gestanden, er habe viel Wert auf ein spirituelles Leben gelegt, das in der Gemeinschaft der Brüder geteilt wurde. Es sei ein freundschaftliches Verhältnis gewesen. Wichtig sei ihm die Vermittlung des Evangeliums gegenüber den Ärmsten der Armen gewesen. Bergoglio habe sie niemals mit den Problemen allein gelassen, die der Kontakt mit den Armen mit sich gebracht habe, und habe ihnen geholfen, Lösungen zu finden.

Yanez sagte, er hoffe, dass die Nominierung  des Papstes zum „Man of the Year“ durch das Times-Magazin seinem Amt dienlich sei. Er, Yanez, habe einen Bergoglio kennengelernt, der vor den Medien eher geflüchtet sei, einen eher zurückhaltenden Menschen, der sich nun mit einer Welt konfrontiert sehe, die eine Figur wie ihn augenscheinlich brauche, eine Figur, die eine klare und radikale Nachricht vermittle, das Evangelium.