50.000 Laienmissionare evangelisieren in der Karwoche mexikanische Dörfer

Förderung der ganzheitlichen Entwicklung der Ureinwohner

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MEXIKO-CITY, 21. März 2002 (ZENIT.org).- 50.000 Laien von "Jugend und Missionsfamilie" nehmen dieses Jahr an der Volksmission zu Gunsten der einheimischen Landbevölkerung in Mexiko teil.



Die "Megamission", wie sie allgemein genannt wird, findet, wie die Organisatoren auf ihrer Webseite [http://www.demisiones.com] erklären, vom 23. bis 31. März statt und wird durch eine Messe eröffnet. Gleich in sechs Regionen Mexikos soll´s losgehen.

Höhepunkt wird die vom Apostolischen Nuntius in Mexiko, Erzbischof Giuseppe Bertello zelebrierte Messe am 23. März in der Kathedrale Unserer lieben Frau von Guadalupe sein.

7.000 Missionare werden diese Woche der Familienmission tätig sein (Eltern mit ihren Kindern). Meistens handelt es sich um Jugendliche oder Katecheten von Landgemeinden.

Sie alle haben sich den Pfarrern und Bischöfen voll und ganz zur Verfügung gestellt, um in die entlegensten Winkel zu gelangen, was auch ein großartiger Abschluss des geistigen Weges der Fastenzeit ist.

Der Verband "Jugend und Missionsfamilie" unterhält auch Missionen in Brasilien, Chile, Venezuela, El Salvador, Spanien, Italien und den USA. 88.800 Jugendliche, 7.600 Familien hat man mobilisiert sowie 45.000 Katecheten und 600 autochthone Missionare insbesondere für die Gemeinden der Ureinwohner Mexikos und anderer lateinamerikanischer Länder.

Dieser Verband hat erst 1993 richtig Gestalt angenommen in der Folge eines päpstlichen Appells während des Weltjugendtages in Denver an die Jugendlichen, auf die Straßen und in ihre Umgebung zu gehen und zu Missionaren zu werden.

Die Missionare sind an ihrem Kreuz auf der Brust zu erkennen. Sie besuchen die Häuser und führen Bibeln, den Katechismus, liturgische Literatur und so weiter mit sich. Sie bieten Katechese für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an und gestalten die Gottesdienste.

Damit es aber nicht bei einer bloßen einwöchigen Missionserfahrung bleibt, setzen sie sich für die Ausbildung angestammter Missionare aus den Gemeinden der Ureinwohner ein, die ihre Arbeit fortsetzen sollen.

Obgleich die Mission einen offenkundigen Evangelisationscharakter hat, wird dennoch ein entscheidender Impuls für die ganzheitliche Entwicklung der Landgemeinden erwartet. Zum Beispiel haben die Ärzte des Verbandes 1996 34.000 Menschen umsonst ärztliche Beratung zukommen lassen und 315 chirurgische Eingriffe vorgenommen, gratis versteht sich.

Die Verbände Jugend und Mission, Missionsfamilie und Arztmissionen sind derzeit in den USA, Mexiko, Kuba, El Salvador, Venezuela, Kolumbien, Brasilien, Chile, Argentinien, Irland, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn und Polen präsent.

Bisher haben die Missionare mehr als 7.000 Orte in 16 Länder und über 5 Millionen Familien besucht, um ihnen das Evangelium zu verkünden.

Die katholische Laienmission der Ureinwohner wurde in Lateinamerika eingeführt, nachdem protestantisch-fundamentalistische Sekten aus den USA seit den frühen siebziger Jahren massiv mit der Werbung von Adepten begonnen hatten.

Diese Sekten waren direkt von der Republikanischen Partei der USA unterstützt. Nach einer Erkundigungsreise, die er hatte anstellen lassen, hatte US- Präsident Richard Nixon gefunden, dass die katholische Kirche in Lateinamerika nicht mehr "zuverlässig" für die USA sei und zu weit "links" stünde und daraufhin die protestantischen Sekten massiv gefördert.