500 Jahre Schweizergarde: Festkonzert für die Freunde der Päpstlichen Schutztruppe im Vatikan

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ROM, 4. Mai 2006 (ZENIT.org).- Zu Ehren der Päpstlichen Schweizergarde, die in diesem Jahr ihr 500-jähriges Bestehen feiert, gab die "Swiss Army Concert Band" am Mittwoch in der Audienzhalle Paul VI. im Vatikan ein Konzert.



Die offizielle Militärmusikkapelle der Schweizer Armee, die zahlreiche jazzige Stücke spielte, eröffnete den Abend mit Rossinis Ouvertüre zu "Wilhelm Tell". Anschließend trat die ägyptisch-schweizerische Sängerin Yasmine Meguid auf, die bei zahlreichen Anlässen in und außerhalb der Schweiz von der "Swiss Army Concert Band" begleitet wird. Die Mitglieder dieser Formation sind allesamt Berufsmusiker, die ihren Militärdienst absolvieren.

Simon Schmid, einer der Musiker, erklärte gegenüber ZENIT: "Die Schweizer haben sehr viel im Ausland geleistet. Deshalb war es für uns auch eine Ehre, hier in Rom auftreten zu dürfen."

Der zweite Teil des Konzertabends wurde mit den Darbietungen von Sir James und Lady Galway etwas internationaler. James Galway, der von der Queen of England zum Ritter geschlagen wurde und an diesem Abend unter anderem Stücke von Henry Mancini spielte, ist als "Mann mit der goldenen Flöte" weltbekannt und hat über 30 Millionen Platten verkauft. Zusammen mit seiner Frau trägt er, wie während des Konzerts im Vatikan, auch häufig Duette vor.

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte musizierte die Musikkapelle der Schweizergarde gemeinsam mit der Schweizer Militärmusikkapelle. Das kleine Orchester der Päpstlichen Leibgarde besteht aus Gardisten, die bereits vor Dienstantritt mindestens ein Instrument beherrschen und dann freiwillig miteinander proben. Üblicherweise spielen sie nur im Vatikanstaat, vor allem anlässlich der Vereidigung der neuen Rekruten.

Zum Abschluss trat noch der Chor der Kantonsschule Olten hinzu. Diese verfügt eigentlich über vier Chöre, sie wurden aber für dieses Projekt zu einer großen Formation zusammengelegt wurden. "Es war gigantisch, vor so vielen Leuten zu singen, auch wenn wir ein bisschen nervös waren und uns sehr intensiv darauf vorbereiten mussten", so Christa Peier, eines der 300 jugendlichen Chormitglieder.