600.000 Kinder Kriegsopfer in Zentralafrika

UNICEF schickt Hilfsgüter

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 729 klicks

Rund 600.000 Kinder müssen in Zentralafrika unter den verheerenden des Krieges leiden, wie UNICEF mitteilt. Wegen der Zuspitzung des Konflikts mit den Rebellen haben die Vereinten Nationen und UNICEF ihr Personal vorübergehend nach Kamerun abgezogen; 60 Mitarbeiter von UNICEF sind jedoch weiterhin in der zentralafrikanischen Republik, um den Kindern wenigstens die notwendigste Hilfe zu garantieren.

Die Kinder leiden an schwerer Unterernährung, die sie in Todesgefahr bringt. In diesem Jahr sind bereits 13.500 Kinder betroffen. Die ärztliche Versorgung ist wegen der gefährlichen Lage stark eingeschränkt. Straßensperren, Plünderungen oder auch Überfälle bewaffneter Gruppen bestimmen das Leben in den letzten drei Monaten und machen humanitäre Hilfe fast unmöglich. In Kaga-Bandoro, Bossangoa und Bambari fehlen seit Beginn dieses Monats Pharmaka.

Doch die Mißstände beschränken sich nicht nur auf die medizinische Versorgung. Wegen der politischen Unruhen sind die Schulen geschlossen, und rund 166.600 Kinder bleiben ohne Schulunterricht.

Das Leben der Kinder ist permanent Gefahren ausgesetzt: Die Militärs nehmen Zwangsrekrutierungen vor und bilden die Kinder zu Kindersoldaten aus. Nach Schätzung von UNICEF handelt es sich um rund 2.500 Kinder. Die Kinder sind außerdem Opfer sexueller Gewalt. Besonders betroffen sind obdachlose, von ihren Familien getrennt lebende Kinder und Kindersoldaten.

UNICEF schickte bereits 70 Millionen Tonnen Hilfsgüter in die zentralafrikanische Republik, darunter Medizin, Wasserfilter, Telefone etc.

Weitere Informationen können dieser Seite entnommen werden.