61 Millionen Kinder ohne Bildung

Global Action Week for Education: Jedes Kind braucht einen Lehrer

Rom, (ZENIT.org) Jan Bentz | 873 klicks

„Ohne Lehrer gibt es keine Schule!“ lautet das Motto der Internationalen Kampagne für Bildung, die im Rahmen der alljährlich stattfindenden „Global Action Week for Education“ [„Globale Aktionswoche für Bildung“] auf den Weg gebracht wurde. Vom 21. bis 27. April wird Schulen und Schülern die Möglichkeit angeboten, sich gemeinsam bei der Bildung für eine Veränderung zum Guten einzusetzen. Die Aktionswoche hat als Motto „Jedes Kind braucht einen Lehrer“ gewählt.

Die Aktion möchte die Aufmerksamkeit der Medien und Institutionen und der Gesellschaft auf die Dringlichkeit eines qualifizierten Bildungswesens lenken. Nach Angaben der Veranstalter fehlen in aller Welt rund 1,7 Millionen Lehrer für das Erreichen dieses Ziels bis zum Jahr 2015. Insgesamt gibt es derzeit immer noch 61 Millionen Kinder ohne Grundschulbildung. Über 75 Prozent der Schüler in den ärmsten Ländern besuchen über zwei oder drei Jahre hinweg den Unterricht, ohne dass sie dabei Lesen oder Schreiben lernen. Nach Angaben der UNESCO fehlen allein in Afrika rund eine Million Lehrer und in sieben der Ländern des afrikanischen Kontinents gibt es nur je einen Lehrer auf 100 Schüler.

Die Aktionswoche wurde von der „Global Campaign for Education“ (GCE) ins Leben gerufen. Es handelt es sich um eine Zivilorganisation aus Lehrern, Hilfswerken und Gemeinschaften, die durch Bekämpfung des Analphabetismus unter Kindern der globalen Erziehungskrise entgegenwirken möchten. Ihre Mission ist nach eigenen Angaben, jedem eine freie, qualitativ hochwertige und öffentliche Bildung anzubieten. Die GCE setzt sich aus Mitgliedern aus über 100 Ländern zusammen und beinhaltet internationale und regionale Körperschaften wie auch Länderzusammenschlüsse. Besonderes Augenmerk wird auf weltweite Chancengleichheit von Frauen und Mädchen in der Bildung gerichtet.

In diesem Zusammenhang wurde ein interaktives Spiel „Mind the Gap: Gender & Education“ entworfen, das am Weltfrauentag gestartet wurde. Der Nutzer kann hier auf spielerische Weise nachvollziehen, welche Bildungswege Mädchen und Frauen auf der Welt offen stehen. Das auf Englisch, Französisch und Spanisch zur Verfügung stehende Spiel greift dabei auf Informationen aus über 200 Ländern zurück