70 Millionen christliche Märtyrer in der Geschichte, 65 Prozent davon im 20. Jahrhundert

Ergebnisse einer italienischen Studie

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ROM, 9. Mai 2002 (ZENIT.org).- Die Zahl der Märtyrer in der 2000-jährigen Geschichte des Christentums wird auf 70 Millionen geschätzt, wobei allein 45,5 Millionen im 20. Jahrhundert für ihren Glauben gestorben sind.



Das ist das Ergebnis einer Studie, die nun in Buchform vorliegt: "Die neuen Verfolgten". Der Autor und Journalist Antonio Socci stellte sein Werk am Donnerstag selbst während einer Konferenz im Päpstlichen Athenaeum "Regina Apostolorum" über die "Antichristliche Verfolgung im 20. Jahrhundert" vor.

"Im Januar reichte ich das Buchkonzept ein, und nicht einmal in diesem Zeitraum ist das christliche Martyrium zum Stillstand gekommen. Man denke nur an das, was in Kolumbien und Indonesien derzeit geschieht", so Socci.

Der Autor will "Christliche Märtyrer" nicht direkt wörtlich verstanden wissen (also nur jene, die von der Kirche heilig oder selig gesprochen worden sind), sondern es geht im in einem weiteren Sinne um religiöse Verfolgung schlechthin.

Die Landkarte der Verfolgungen, die Socci erstellt hatte, präsentiert die Länder, wo die Christen um ihres Glaubens willen verfolgt werden, wie Indonesien, Bangladesch, Indien, Nigeria, Osttimor, Kuba, Republiken der ehemaligen Sowjetunion, Saudi-Arabien und andere islamische Länder, Vietnam und China.

Die beiden Irrlehren, die heutzutage zu dieser Verfolgung führen, sind laut Autor der Kommunismus in seinen immer noch vorhandenen latenten Überresten und der fundamentalistische Islam.

Socci zufolge ist der Sudan das Land, wo heute die Christenverfolgung am härtesten durchgeführt wird.