72-Stunden-Aktion: Größte Jugend-Sozialaktion Deutschlands

4.000 Gruppen im gesamten Bundesgebiet engagieren sich für das Gemeinwohl

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 370 klicks

Noch nie haben sich so viele Kinder und Jugendliche bei der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ engagiert wie in diesem Jahr: Rund 175.000 Freiwillige werden vom 13. bis zum 16. Juni in allen Bundesländern, in 27 Bistümern bei 4.000 ehrenamtlichen Projekten im sozialen, ökologischen, kulturellen oder politischen Bereich ihren Hilfsdienst leisten.

„Die Gruppen helfen dort, wo es nötig ist und wo es sonst niemand tut – wo Geld oder Interesse fehlen. Es ist unglaublich, wie viele junge Menschen dazu bereit sind, gemeinsam Gutes zu tun. Wir freuen uns, dass so viele helfen, die Welt ein Stück besser zu machen“, so Dirk Tänzler, Bundesvorsitzender des BDKJ. 

Die Hochwassergebiete werden natürlich Einsatzgebiet vieler Aktionsgruppen sein. Die Helfer werden sich in den Osten und Süden Deutschlands begeben, um dort den Menschen beim Wegräumen der Schlammassen und Ausräumen der Keller und Wohnungen zu helfen.

Die „72-Stunden-Aktion“, die als verbandsübergreifende Sozialaktion in Deutschland zum ersten Mal 2001 im Erzbistum Freiburg stattfand und mittlerweile internationale Verbreitung gefunden hat, wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Deutsche Bischofskonferenz, das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ unterstützt. Doch nicht nur katholische Gruppen beteiligen sich an der 72-Stunden-Aktion, sondern auch evangelische und ökumenische Projekte, Schulklassen, Feuerwehren, Karnevals- und Sportvereine setzen sich für das Gemeinwohl ein.

„Aus diesen 72 Stunden Zeit für andere Menschen werden oft nachhaltige Bündnisse zwischen Organisationen, Unternehmen und Menschen, die das angestoßene Projekt weiter ausbauen. So wird aus einem kleinen Anstoß ein stabiles Fundament für lebenslanges Engagement“, so die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, die Schirmherrin des Projektes auf Bundesebene ist.

Zum ersten Mal gibt es in diesem Jahr zusätzlich das „72-Stunden-PLUS-Projekt“, dem bundesweit 80 Projekte angeschlossen sind. „72-Stunden-PLUS“ richtet sich an arbeitslose Jugendliche, an Jugendliche ohne Schulabschluss und Ausbildung sowie an anderweitig sozial benachteiligte junge Menschen. Unter den Gruppen befinden sich zwei Gruppen aus Jugendgefängnissen. „Auch Kinder und Jugendliche, die selbst Unterstützung brauchen, werden für andere aktiv“, so Dirk Tänzler. 

Auch wer nicht aktiv bei der 72-Stunden-Aktion mitmachen kann, kann die Helfer tatkräftig unterstützen. Unterwww.72stunden.de  informieren die Freiwilligen über ihre Hilfsmaßnahmen und die Hilfe, die sie für die Umsetzung ihres jeweiligen Projektes benötigen. „Wir versorgen die Zuschauer mit Bildern, Videos, Live-Schalte und ermöglichen allen, daran teilzuhaben, wenn tausende Jugendliche in Deutschland ehrenamtlich für das Gute die Ärmel hochkrempeln.“

Bischof Karl-Heinz Wiesemann, Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, stellt fest: „Für Kinder und Jugendliche ist es nicht immer leicht, sich zu ihrem Glauben und zur katholischen Kirche zu bekennen. Die 72-Stunden-Aktion macht das möglich und zeigt, dass es Spaß machen kann, sich für andere einzusetzen.“

Weitere Informationen können der folgenden Seite entnommen werden:  www.72stunden.de.