8. Deutscher Hospiztag: Malteser-Hilfsdienst wird Trauerbegleitung weiter ausbauen

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KÖLN, 15. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Zum jährlichen Hospiztag, der immer am 14. Oktober gefeiert wird, kündigte der Malteser-Hilfsdienst an, sein Angebot an Trauerbegleitung auszuweiten.

„Immer mehr Trauernde suchen Unterstützung", erläuterte Professor Dr. Friedemann Nauck, Vorsitzender des Beirats der Malteser Hospizarbeit und Palliativmedizin sowie Lehrstuhlinhaber für Palliativmedizin in Göttingen. „Sie vertrauen darauf, dass man ihnen ohne Angst und Scheu begegnet. Sie wissen: Die Malteser treten ein für die Enttabuisierung von Sterben, Tod und Trauer."

Wie der Malteser-Hilfsdienst in Köln mitteilte, wurden im vergangenen Jahr rund 5.000 Sterbende und mehr als 3.000 Angehörige betreut. Gegenwärtig suche man Ehrenamtliche, die sich in der Hospizarbeit engagieren wollen.

Die Malteser reagieren mit dem Ausbau auf die ansteigende Anfrage von trauernden Angehörigen. Während sie vor zwei Jahren 2.014 Trauernde begleitet und betreut hatten, waren es 2006 bereits 3.241. Die Zahl der betreuten Sterbenden ist im gleichen Zeitraum von 4.582 auf 4.944 gestiegen.

Die Malteser betreiben nach eigenen Angaben bundesweit mehr als 80 Dienste und Einrichtungen der Hospizarbeit und Palliativmedizin, in denen 2.000 Ehrenamtliche tätig sind. Bundesweit bieten sie zudem anerkannte Qualifizierungen für alle in der Hospizarbeit Tätigen.

„Die ehrenamtliche Tätigkeit ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Arbeit", so Elisabeth Freifrau von Spies, Stellvertretende Vorsitzende des Beirats der Malteser Hospizarbeit und Palliativmedizin. „Wir suchen immer wieder nach Ehrenamtlichen, die sich von uns für diesen Dienst gewinnen lassen."

Der Verlust eines geliebten Menschen erschüttert die gesamte Familie. Geschwister, Eltern und Ehepartner müssen lernen, den Alltag ohne die vertraute Person zu leben. An 47 Standorten bieten die Malteser Begleitungen für diese Menschen an. Trauergruppen für Kinder und Jugendliche, eine Gruppe für junge Witwen, das „Trauercafé" und Gedenkgottesdienste helfen den Angehörigen, ihre Trauer in Worte zu fassen und mit ihr umzugehen.

„Die persönliche Zuwendung hat mich ermutigt, wenn ich nicht weiter wusste", heißt es in einem Zeugnis. „Ich wurde mit meinen Ängsten vor der Zukunft ernst genommen."

Am 14. Oktober 2000 wurde in Deutschland der erste Hospiztag begangen. Rund um diesen Tag organisieren seitdem die Hospizbewegungen verschiedenste Veranstaltungen.