99. Welttag des Migranten und des Flüchtlings

Papstbotschaft offiziell vorgestellt

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VATIKANSTADT, 30. Oktober 2012 (ZENIT.org). – Der Präsident des Päpstlichen Rats der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs, Kardinal Antonio Maria Vegliò, und der Sekretär des Rates, Msgr. Joseph Kalathiparambil, haben in einer Pressekonferenz am 29. Oktober die offizielle Botschaft von Papst Benedikt XVI. für den Welttag vorgestellt, der am 13. Januar 2013 unter dem Thema „Migration: Pilgerweg des Glaubens und der Hoffnung“ begangen werden wird.

Die beiden Vertreter des Päpstlichen Rates erläuterten bei ihrer Vorstellung die Gedankengänge des Papstes, der auf Konzilsdokumente, verschiedene Enzykliken und Lehrschreiben seiner Vorgänger, auf das zeitgleich mit dem Welttag stattfindende Jahr des Glaubens, den 50. Jahrestag der Eröffnung des 2. Vatikanischen Konzils sowie den 60. Gedenktag der Verkündigung der Apostolischen Konstitution „Exsul familia“ Bezug nahm.

Glaube und Hoffnung seien im Herzen so vieler Migranten ein untrennbares Wortpaar, denn in ihnen lebe der Wunsch nach einem besseren Leben, vereint mit dem Versuch, die „Verzweiflung“ darüber hinter sich zu lassen, dass es ihnen bisher verwehrt sei, sich eine Zukunft aufzubauen, zitierten sie die Grundlage für die Themenwahl des Papstes.

Die Referenten nahmen besonders das Thema der geforderten mütterlichen Fürsorge der Kirche in verschiedene Richtungen auf, die einerseits die Migrationen unter dem vorherrschenden Aspekt der Armut und des Leidens sehe und mit konkreten Hilfsmaßnahmen antworte.

Andererseits versäume es die Kirche aber auch nicht, die positiven Aspekte hervorzuheben, das Potential und die Ressourcen, die die Migrationen mit sich brächten.

Die Kirche ergreife Maßnahmen, eine volle Eingliederung der Migranten, Asylbewerber und Flüchtlinge in das neue soziokulturelle Umfeld konkret zu fördern, wobei die religiöse Dimension nicht vernachlässigt werde.

Gegenüber den Christen aus verschiedenen Teilen der Welt umfasse die Beachtung der religiösen Dimension auch den ökumenischen Dialog und die Begleitung der neuen Gemeinschaften.

Gegenüber den katholischen Gläubigen drücke sie sich unter anderem darin aus, neue seelsorgerische Strukturen zu schaffen und die unterschiedlichen Riten zur Geltung kommen zu lassen, bis hin zu einer vollen Beteiligung am Leben der örtlichen Kirchengemeinden.[jb]