Abkommen zwischen Niedersachsen und dem Heiligen Stuhl unterzeichnet

Modifikation des Konkordats vom 26. Februar 1965

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HANNOVER, 8. März 2012 (ZENIT.org). – Unter Anwesenheit des Hildesheimer Bischofs Norbert Trelle wurde heute ein Abkommen zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land Niedersachsen unterzeichnet, das das Konkordat vom 26. Februar 1965 modifiziert, wie der Heilige Stuhl berichtet.

Für den Heiligen Stuhl unterzeichnete als Bevollmächtigter der Apostolische Nuntius in Deutschland, Msgr. Jean-Claude Périsset, für das Land Niedersachsen Ministerpräsident David McAllister (CDU).

Anwesend war von kirchlicher Seite weiterhin Msgr. Felix Bernhard, der Direktor des Katholischen Büros des Landes Niedersachsen für die Beziehungen der Diözesen Hildesheim, Münster, (Oldenburg) und Osnabrück mit dem Land.

Von Seiten des Landes Niedersachsen waren der Kultusminister und Mitglieder des Regierungskabinetts zugegen.

Das vorliegende Abkommen bringt § 6 der Ergänzung und die diesbezügliche „Durchführungsvereinbarung“ des Konkordats im Hinblick auf die aktuelle Gesetzgebung des Landes Niedersachsen auf den neuesten Stand, das die Qualifikation für höhere Schulen eingeführt hat. Die Veränderungen betreffen die momentanen Anforderungen der katholischen Schulen unter der Regelung des Konkordats.

Zukünftig soll es in der Trägerschaft der Katholischen Kirche auch Oberschulen geben. Ministerpräsident McAllister hatte nach Radio Vatikan die geplante Konkordatsänderung bereits am 8. März bei seinen Gesprächen im Vatikan angekündigt und dabei betont, dass die Niedersächsische Landesregierung auch zukünftig ein zuverlässiger Konkordatspartner der Katholischen Kirche sein werde.

Insgesamt fünfzehn Haupt- und Realschulen in Niedersachsen sind sogenannte Konkordatsschulen, die aus öffentlichen Schulen hervorgegangen sind. [jb]