Abt von Stift Heiligenkreuz unter den Ratzinger-Preisträgern

Vertreter einer neuen Theologen-Generation, inspiriert von Benedikt XVI.

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VATIKANSTADT, Donnerstag, 16. Juni 2011 (ZENIT.org). - Papst Benedikt wird Maximilian Heim, seit Februar dieses Jahres neuer Abt des Stifts Heiligenkreuz bei Wien, am 30. Juni persönlich die Auszeichnung der „Vatikanischen Stiftung Joseph Ratzinger - Benedikt XVI." überreichen. Geehrt werden mit dieser Auszeichnung Wissenschaftler für ihre Verdienste auf dem Gebiet der Theologie. Neben Abt Heim sind dies der italienische Theologe Manlio Simonetti, ein Experte für antike christliche Literatur und Patrologie, und der spanische Priester und Theologe Olegario Gonzalez de Cardedal.

Kardinal Ruini, emeritierter Generalvikar der Diözese Rom, äußerte bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der Preisträger am vergangenen Dienstag im Vatikan über den Heiligenkreuzer Abt: „Heim ist erst 50 Jahre alt, und obwohl er schon eine wichtige Arbeit über das Kirchenverständnis Joseph Ratzingers veröffentlicht hat, steht er doch noch am Anfang seiner akademischen Karriere, die er jetzt mit seiner Aufgabe als Abt von Heiligenkreuz vereinbaren muss."

Seit 2009 gehört Maximilian Heim zum sogenannten „Neuen Schülerkreis Joseph Ratzinger/Papst Benedikt XVI.“. Außerdem ist er Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Regensburger Benedikt XVI.-Instituts, das die gesammelten Werke Joseph Ratzingers herausgibt.

Heim studierte nach dem Abitur in Kulmbach ab 1981 Theologie, zunächst in Augsburg, ab 1982 dann an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Heiligenkreuz. 1983 trat er in das Stift ein. Anschließend war er als Kaplan in der Wiener Neustadt tätig und wurde noch im selben Jahr mit drei Mitbrüdern zur Klostergründung ins Ruhrgebiet nach Bochum-Stiepel entsandt.

An der Ruhr-Universität Bochum nahm Heim dann ein Promotionsstudium auf, das er an der Universität Graz fortsetzte, wo er 2004 mit einer Arbeit über die Ekklesiologie (Lehre von der Kirche) Joseph Ratzingers promoviert wurde. Die Dissertation mit dem Titel „Joseph Ratzinger - Kirchliche Existenz und existentielle Theologie. Ekklesiologische Grundlinien unter dem Anspruch von Lumen gentium" hat im In- und Ausland viel Anerkennung gefunden und enthält unter anderem ein Vorwort von Joseph Ratzinger persönlich. Sie ist mittlerweile in zweiter Auflage erschienen und ins Englische übersetzt worden.

Am 25. April dieses Jahres wurde der Zisterzienser von Christoph Kardinal Schönborn als Nachfolger von Abt Gregor Henckel-Donnersmarck zum 68. Abt von Heiligenkreuz geweiht.

Zuletzt hatte er auch im Mai an einer Arbeitstagung des Schülerkreises zur Eschatologie im Werk Joseph Ratzingers im Stift Heiligenkreuz teilgenommen.

Eine von Maximilian Heim herausgegebene Nachlese zum Besuch Papst Benedikt XVI. in der Zisterzienserabtei am 9. September 2007 mit dem Titel „Tu Es Pastor Ovium“ kann über die „Joseph Ratzinger/Papst Benedikt XVI.-Stiftung bestellt werden. (jb)