Adelheid von Vilich

Äbtissin und Wohltäterin

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 245 klicks

Adelheid von Vilich wurde zwischen 965 und 970 auf der Burg Geldern geboren und soll eine Tochter des lothringischen Pfalzgrafen Gottfried und eine Nichte des Kölner Erzbischofs Wichfried gewesen sein. Ihre Erziehung und Ausbildung erhielt sie im Kölner Stift Sankt Ursula. Adelheid zeichnete sich schon in Kindheitstagen durch große Frömmigkeit aus. Später wurde sie die erste Äbtissin des Klosters in Vilich, das auf dem Grund der Familie von ihren Eltern 983 gegründet worden war. Das Kloster unterstand der Regel der Benediktiner. Um das Jahr 1003 übernahm Adelheid außerdem die Leitung des Stifts St. Maria im Kapitol in Köln. Die Heilige kümmerte sich vor allem um die Armen und Notleidenden in der Gegend. Der Legende nach gelang es Adelheid, während einer großen Dürre einen Brunnen ausfindig zu machen. Das sogenannte „Adelheid-Pützchen“ ist heute noch Ziel von Wallfahrern, die Linderung ihrer Augenleiden erhoffen.

Adelheid starb am 3. Februar 1015 (?) und wurde in Vilich beigesetzt. Schon bald ereigneten sich am Grab Adelheids Wunderheilungen, und es kamen so viele Wallfahrer nach Vilich, dass die Klosteranlage einer Erweiterung bedurfte. Es wurde unter anderem eine „Adelheidiskapelle“ errichtet. 1222 wurden die Gebeine Adelheids erhoben. Ihre Gebeine gingen verloren, wie man bei der Öffnung des Grabes 1641 feststellen musste. Die förmliche Kanonisation Adelheids erfolgte am 27. Januar 1966 mit einem entsprechenden Dekret des Heiligen Stuhls. Adelheid ist außerdem die dritte Stadtpatronin Bonns.