Ado von Vienne (um 800-875)

Erzbischof von Vienne

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 249 klicks

Ado wurde um 800 in der Nähe von Sens geboren und stammte aus einer fränkischen Adelsfamilie. Er erhielt eine umfassende Ausbildung in der Benediktinerabtei Ferrières. Im Anschluss an seine Ausbildung im Kloster entschied sich Ado, sein Leben Gott zu weihen, und folgte dem Ruf eines Bruders Markward in das Kloster Prüm in der Eifel.

Ado unternahm auch eine Pilgerreise nach Rom. Im Jahr 858 verfasste er ein überarbeitetes Märtyrerverzeichnis. Außerdem ist er der Verfasser des „Chronicon de sex aetatibus mundi“, einer Geschichte der fränkischen Könige.

Im Jahr 860, wurde Ado Erzbischof in Vienne. Bei seinen Zeitgenossen war Ado für seine Strenge bekannt. Als König Lothar II. sich von seiner Frau trennen wollte, um eine erneute Heirat einzugehen, intervenierte Ado und ließ den entsprechenden Synodenbeschluß zu Gunsten des Königs durch den Papst außer Kraft setzen.

Ado starb am 16. Dezember 875.

Ein Exemplar des von Ado verfassten Martyrologiums befindet sich in der Stiftsbibliothek St. Gallen (Cod. Sang. 454). Die Zuschreibung in der Forschung ist umstritten; teilweise wird vermutet, das Werke stamme aus der Hand Ado von Viennes. Es lassen sich verschiedene Schreiber feststellen, teilweise erfolgt eine Zuschreibung an Notker Balbulus (des Stammlers), der als Bibliothekar in der Stiftsbibliothek tätig war und bedeutende Werke durch das Scriptorium vervielfältigen ließ.