Afrika: Fußballweltmeisterschaft kann Versöhnung schaffen

Hoffnung der Afrikanischen Kirchenführer

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ROM, 25. November 2009 (ZENIT.org).- Rund ein halbes Jahr vor der Fußballweltmeisterschaft im nächsten Juni in Südafrika hoffen die Kirchen Afrikas auf die versöhnende Rolle des Sports unter den Menschen verschiedener Kulturen. Bereits im Januar steht die Fußball-Afrikameisterschaft 2010 an, auf dessen friedensstiftende Wirkung die Menschen in dem krisengeschüttelten Kontinent ganz besonders setzen. Die Bischöfe von Angola und Sao Tomé e Principe haben, verbunden durch die gemeinsame portugiesische Sprache, eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, wie der Fidesdienst meldet. Sie hoffen auf eine Stärkung des Dialogs zwischen Menschen verschiedner Kulturen, damit gegenseitige Wertschätzung und Achtung zunehmen. Die Oberhirte setzen darauf, dass „Freundschaften entstehen, die Grenzen der Rasse, der Kultur oder der Politik überwinden."


„Vom 10. bis 31. Januar findet in vier angolanischen Städten unter Schirmherrschaft der Konföderation des Afrikanischen Fußballs die Fußball-Afrikameisterschaft 2010 statt“, so die Bischöfe in ihrer Verlautbarung. „Dieses Ereignis ist eine Gelegenheit, die Bedeutung des Sports bei der Förderung von Werten wie Loyalität, Ausdauer, Freundschaft, Gemeinsamkeit, Toleranz und Achtung vor der Wahrheit sowie der Solidarität neu zu entdecken.“ Aus diesem Grund fordern die Bischöfe die Sportler auf, sich auf dem Spielfeld und außerhalb „würdig zu benehmen.“ Journalisten hingegen raten sie, „ihrer Pflicht unparteiisch Bericht zu erstatten nachzukommen, keine ungesicherten Nachrichten zu verbreiten und keine Situationen auszunutzen, die Spannungen oder Konflikte in der Öffentlichkeit schüren“.


Bei ihrer Vollversammlung befassten sich die Bischöfe auch mit dem Besuch Papst Benedikt XVI. in diesem Jahr in Angola sowie mit den Beschlüssen der Afrika-Synode, für deren Nachbereitung eine eigene Arbeitsgruppe gebildet werden soll. In ihrer Schlussverlautbarung erklären sich die Bischöfe solidarisch mit den angolanischen Bürgern, die aus der Demokratischen Republik Kongo ausgewiesen worden sind. Sie forderten alle Christen und Menschen guten Willens auf, sich mit Bedürftigen solidarisch zu zeigen und jede Form von Rache und Unterdrückung gegenüber in Angola lebenden kongolesischen Staatsbürgern zu vermeiden. Die Bischöfe beklagen darüber hinaus die anhaltende soziale Ungleichheit und erinnerten an die Notwendigkeit, die Kluft zwischen Armen und Reichen zu überwinden. In diesem Zusammenhang veröffentlichen die Bischöfe einen Hirtenbrief zum Thema „Unser Leben und Handeln in Christus: die soziale Dimension“.

(MK)