Afrika: Gewalt gegen Ordensleute und kirchliche Einrichtungen

Ultimatum der Rebellen in der Zentralafrikanischen Republik

Rom, (ZENIT.org) | 827 klicks

Ein Ordensmann wurde in der vergangenen Woche in dem Dorf Bangao (rund 80 Kilometer von Bambari in Zentralafrikanischen Republik) von Rebellen des Seleka-Bündnisses überfallen.

Wie das Netzwerk „Reseau des journalistes pour les Droits de l’homme en République Centrafricaine (RJDH-RCA) berichtet, hätten die Rebellen den Ordensmann dazu gezwungen, ihnen die Schlüssel seines Autos zu übergeben, das eine Panne hatte. Als dieser sich geweigert habe, hätten sie mit einem Gürtel auf ihn eingeschlagen. Das Fahrzeug hätten die Rebellen nicht mitgenommen.

Im Bambari plünderten Rebellen unterdessen die Apotheke der Diözese, die Räumlichkeiten eines katholischen Radiosenders und die Büros der Caritaszentrale.

Im Südosten des Landes fühlten sich die Menschen in den Städten durch den Vormarsch der Rebellen bedroht und wüssten oft nicht, ob sie bleiben oder Zuflucht in den umliegenden Wäldern suchen sollten, wo sich die Milizionäre der ugandischen LRA aufhielten, berichtet der Fidesdienst.

Unterdessen richteten die Rebellen ein 72-stündiges Ultimatum an den Präsidenten Francois Bozizé, in dem sie die vollständige Umsetzung der Vereinbarungen von Libreville (vom 11. Januar 2013) fordern. Andernfalls drohen sie mit einem möglichen Vormarsch auf die Hauptstadt Bangui.

Eine Delegation, bestehend aus fünf Ministern, die mit den Vertreter des Seleka-Bündnisses in deren Hauptquartier in Sibut verhandeln wollten, wird dort festgehalten. Die Rebellen fordern unter anderem die Freilassung politischer Häftlinge und den Rückzug südafrikanischer Truppen aus Bangui.