Afrika-Synode: Die Nation lieben – dem Rassenwahn wehren

Kardinal Sodano betont die Würde der Person und die Einheit des Menschengeschlechts

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ROM, 6. Oktober 2009 (ZENIT.org).- Übersteigerter Nationalismus und die Überbetonung der Identität und Zugehörigkeit zu spezifischen Rassen hätten, global gesehen, ein riesiges Desaster angerichtet. Während der dritten Generalkongregation der II. Sonderversammlung der Bischofssynode für Afrika betonte der Dekan des Kardinalkollegiums und emeritierte Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano am heutige Vormittag die Pflicht des Christen, seine Nation zu lieben, und sich gegen Nationalismen zu wenden.

Es könne nicht vergessen werden, dass auch in Afrika die mörderische Raserei unter den unterschiedlichen ethnischen Gruppen ganze Länder erschüttert habe. Es müsse den Menschen klar gemacht werden, dass der Nationalismus „absolut antichristlich“ ist.

Das Christentum habe die Zusammenkunft von Völkern einer bestimmten Region gefördert und so dem Begriff „Volk“ und „Nation“ Leben verliehen. Gleichzeitig jedoch habe das Christentum immer jede Verfälschung der Idee von Nation verurteilt, was eine Leugnung des christlichen Universalismus darstelle.

Kardinal Sodano betonte die beiden christlichen Grundprinzipien des menschlichen Zusammenlebens: die Würde der Person und die Einheit des Menschengeschlechts. Diese Prinzipien bildeten die Grenzen, innerhalb derer sich der Begriff der Nation entwickeln könne.