Afrikaner wird neuer Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden

Erzbischof von Cape Coast, Peter Kodwo Appiah Turkson (61)

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ROM, 26. Oktober 2009 (ZENIT.org).- Einer der afrikanischen Synodenväter wird auch künftig im Vatikan bleiben: Benedikt XVI. hat den ghanaischen Kardinal und Erzbischof von Cape Coast, Peter Kodwo Appiah Turkson (61), zum neuen Präsidenten des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden ernannt. Das gab Vatikansprecher Federico Lombardi bei der Abschluss-Pressekonferenz zur Afrika-Synode an diesem Samstag bekannt.

Peter Kodwo Appiah Turkson wurde am 11. Oktober 1948 in Wassaw Nsuta (Ghana) geboren. Nach dem Philosophie- und Theologiestudium wurde er im Jahr 1975 zum Priester geweiht. Nach einem Jahr im kirchlichen Schuldienst promovierte er von 1976 bis 1980 in Rom in Neutestamentlicher Exegese. Danach arbeitete der Priester als Lehrer und Seelsorger am Priesterseminar seines Heimatbistums.

1992 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Erzbischof von Cape Coast. Im Jahr 1997 wurde er Mitglied der Päpstlichen Kommission für den Dialog zwischen den Methodisten und den Katholiken, im selben Jahr übernahm er den Vorsitz in der ghanaischen Bischofskonferenz.


Im Jahr 2003 erhob ihn Johannes Paul II. in den Kardinalsstand.

Turkson, der die Synode als Generalrelator leitete, folgt damit Kardinal Renato Raffaele Martino im Amt nach. Dessen Rücktrittsgesuch aus Altersgründen hatte Papst Benedikt ebenfalls am Samstag bestätigt.

Am Rande der afrikanischen Bischofssynode im Vatikan hatte der leitende der Erzbischof von Cape Coast in Ghana, betont, die katholische Kirche sei reif, in Zukunft einen afrikanischen Papst zu wählen. „Wir hatten einen UNO-Generalsekretär aus Ghana, und es gibt jetzt einen farbigen US-Präsidenten. Die katholische Kirche, die universal ist und alle Kontinente vertritt, ist reif für einen farbigen Papst. Man kann diese Möglichkeit nicht ausschließen, und es fehlt nicht an Afrikanern, die für diese Rolle reif sind", betonte Turkson. „Wir haben alle dieselben Wurzeln, wir müssen Vorurteile der Vergangenheit fallen lassen", betonte Turkson.