Afrikanische Bischofssynode: Schafft Todesstrafe ab!

Bischof von Sierra Leone verurteilte die "brutale Behandlung" der Kriegsgefangenen

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ROM, 16. Oktober 2009 (ZENIT.org).- Der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Sierra Leone und der Bischof von Makeni, Bischof George Biguzzi SX, luden die Synodenväter dazu ein, „einen unmissverständlichen Aufruf zur vollständigen weltweiten Abschaffung der Todesstrafe" zu starten.

Monsignore Biguzzi bezeichnete in seinem Beitrag während der 11. Generalkongregation der Synode „die brutale Behandlung der Kriegsgefangenen, die Verfolgung von Zivilisten in den Krisengebieten und die Rekrutierung von Kindersoldaten" als „Verbrechen gegen die Menschheit im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention und der angefügten Protokolle."

„Der Weg zu Frieden und Versöhnung sei nur möglich mittels der Anerkennung, der Verwerfung und der Wiedergutmachung dieser Verbrechen", bekräftigte er. Der Krieg rechtfertige in keiner Weise diese Verbrechen gegen die Menschheit.


Die Gefängnisseelsorge

Am Dienstag hatte in der 10. Generalkongregation eine Teilnehmerin, die Ordensschwester Jacqueline Manyiatabong, Assistentin der Generaloberin der Schwestern der heiligen Therese vom Kinde Jesu aus der Diözese Buea (Kamerun) und Koordinatorin für Afrika der Internationalen Katholischen Kommission ‚Prison Pastoral Care', dazu aufgefordert, die Gefängnisseelsorge einer Überprüfung zu unterziehen.

„Unsere Gefängnisse sind von ihren Strukturen her ungeeignet, und es werden menschenunwürdige, gewalttätige und unterdrückende Behandlungen durchgeführt, die manchmal sogar zum Tode führen", erklärte die Ordensschwester.

Sie fügte hinzu: „Die Rechte der Gefangenen werden nicht geachtet, und die Wiedereingliederung von ehemaligen Gefangenen in die Gesellschaft ist eine Herausforderung."

„Wir wissen, dass in vielen Diözesen die Gefängnisseelsorge so gut wie nicht existiert, oder sie ist schlecht organisiert und verfügt über wenig oder gar kein geschultes Personal. Von der Kirche oder den staatlichen Behörden erhalten sie nur geringe oder oft auch gar keine Unterstützung", führte die Ordensschwester weiter aus und forderte: „Wir brauchen eine bessere Organisation unserer Gefängnisseelsorge auf nationaler, diözesaner und gemeindlicher Ebene, wozu die Teilnahme von kleinen christlichen Gemeinschaften gehört sowie gut ausgebildete Mitarbeiter und ein Team, das ein umfassendes Konzept entwickelt."