Afrikasynode: Propositio 7 schlägt Palaver als Weg der Versöhnung vor

Propositiones 5 bis 7

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ROM, 27. Oktober 2009 (ZENIT.org).- Wir veröffentlichen die endgültige Liste der Propositiones, deren vorläufige übersetzte Version Papst Benedikt XVI. zur Veröffentlichung freigegeben hat, nach Themen geordnet in unseren kommenden Tagesausgaben.


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II - Synodalia Themata

A) Reconciliatio

Propositio 5

Das Sakrament der Versöhnung

Gottes Gnade schafft ein neues Herz und versöhnt uns mit sich selbst und anderen. Ein wesentliches Element der „Versöhnung" ist das Sakrament der Versöhnung. Es wird nach den kanonischen Normen und im Geiste des Nach-Apostolisches Schreiben „Reconciliatio et Poenitentia". Gefeiert. Es gilt den großen Wert auf die Feier des Sakraments der Buße in seinem doppelten Aspekt wiederherzustellen: den persönlichen und gemeinschaftlichen.

Versöhnung auf der gesellschaftlichen Ebene trägt zum Frieden bei. Nach einem Streit, stellt Versöhnung die Einheit der Herzen und ein gemeinsames Leben wieder her. Durch die Versöhnung können Nationen die lange miteinander im Krieg gelegen haben, wieder Frieden finden; Bürger, die durch den Bürgerkrieg ruiniert worden sind, konnten ihre Einheit wiederherstellen; Menschen oder Gemeinschaften, die nach Vergebung gesucht haben durften die Heilung verletzter Erinnerungen erleben; getrennte Familien können wieder in Harmonie leben.

Versöhnung überwindet Krisen und stellt die Würde von Menschen wieder her. Sie öffnet den Weg zur Entwicklung und dauerhaften Frieden zwischen den Menschen auf allen Ebenen.

Die Synodenväter starten jetzt ihren eindringlichen Appell an alle, die Krieg in Afrika unter Kriegen leiden und sovielen Menschen Leid zu fügen:Hört mit euren Feindseligkeiten auf und versöhnt euch!"


Sie bitten alle afrikanischen Bürger und Regierungen, den Wert von Geschwisterlichkeit anzuerkennen und Initiativen aller Art dauerhaft zu unterstützen, die Aussöhnung fördern und auf allen Ebenen der Gesellschaft Versöhnung stärken.

Sie fordern die internationale Gemeinschaft zu einer starken Unterstützung für den Kampf gegen alle Manöver auf, die den afrikanischen Kontinent zu destabilisieren versuchen und dauerhaft Ursache von Konflikten werden.

Sie schlagen vor, dass die afrikanischen Länder jährlich einen „Tag der Versöhnung“ feiern.

Propositio 6

Die nicht-sakramentale Form der Versöhnungsfeier


Die nicht-sakramentalen Form der Bußfeier sollte recht klug gestaltet werden, damit sie den kirchlichen Charakter der Buße und Versöhnung begünstigt. Dies würde es Gemeinden, die fern ab, ohne einen Priester leben, erlauben einen wirklichen Prozess der Buße und Versöhnung zu leben. Sie würde es Christen, deren persönliche Situation sie von den Sakramenten fernhält, erlauben, sich einem Bußweg in der Kirche anzuschließen. Zu Beginn der liturgischen Zeiten wie Advent und Fastenzeit, könnte dies auch für Gemeinden, die einen Priester haben, ein Schritt in Richtung eines fruchtbaren Empfang des Sakraments werden (vgl. "Reconciliatio et Poenitentia", 37).

Propositio 7

Inkulturation des Sakramentes der Versöhnung

Eine große Zahl von Christen in Afrika, haben eine zwiespältige Haltung gegenüber dem Empfang des Bußsakraments. Obwohl sie sehr gewissenhaft bei der Durchführung der traditionellen Riten der Versöhnung sind, legen sie wenig Wert auf das Sakrament der Buße.


Daher ist eine ernsthafte und gründliche Untersuchung der traditionellen afrikanischen Zeremonie der Versöhnung, wie das „Palaver" nötig.(Dort ist ein Team von Weisen an öffentlichen Schiedsverfahren der Fälle beteiligt) Dies kann zur Schlichtung von Konflikten beitragen, die durch ein „Team von Mediatoren" erreicht wird.

Ähnliche Einrichtungen können durch die Kommissionen von Justitia et Pax eingerichtet werden, um den katholischen Gläubigen zu helfen, durch die Feier des Sakraments der Buße auf ernsthafte Weise nach Bekehrung zu suchen.

Die Gnade des Sakraments der Buße, das im Glauben gefeiert wird, genügt, um uns mit Gott und zum Nächsten zu versöhnen, und erfordert keine weiteren traditionellen Rituale der Versöhnung.