Aids-Forscher gibt Papst Recht
Abstinenz und Treue sind wirkungsvoller als Kondome
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RIMINI, 28. August 2009 (ZENIT.org).- Der Aids-Forscher Edward Green hat den Papst verteidigt: Kondome alleine seien im Kampf gegen Aids nicht ausreichend, so der Harvard-Mediziner beim „Treffen für die Freundschaft der Völker“ in Rimini.
„Die regelmäßige Verwendung von Kondome vorzuschlagen, kann sogar den gegenteiligen Effekt haben“, betonte der Wissenschaftler. Es sei gefährlich, wenn sich eine Person sicher wähne und sich deshalb der Gefahr noch mehr aussetze. „Warum wurde bislang kein Versuch unternommen, die Gewohnheiten der Menschen zu ändern?“
Der Gebrauch von Kondomen könne im Einzelfall zwar seinen Zweck erfüllen, aber ein ganzer Kontinent, der am Abgrund stehe, könne auf diese Weise nicht gerettet werden. Als Beleg für seine Aussagen verwies der Forscher auf das Beispiel von Uganda. Die Regierung des Landes habe den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit mit einer umfangreichen Kampagne für eheliche Treue geführt, so Green. Mittlerweile sei Uganda das einzige Land, in dem die Zahl der Aids-Infizierten in den vergangenen Jahren in nennenswertem Ausmaß zurückgegangen sei.
Der Wissenschaftler hatte sich bereits auf dem Höhepunkt der Polemiken um die Antwort des Papstes auf eine Journalistenfrage in ähnlichem Sinn geäußert wie jetzt in Rimini.
Weiterführende Links:
-- Schwerpunkte der kirchlichen Aids-Bekämpfung;
-- Plädoyer von Kardinal Sarr, Erzbischof von Dakar (Senegal), plädiert für umfassende Erziehung;
-- Cantalamessa-Vortrag: Die menschliche Sexualität ist die erste Schule der Religion


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