Aidskranken helfen: Willkommensfeier für das Weltjugendtagskreuz in Broken Bay (Australien)

Von Catherine Smiberth

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SYDNEY, 11. Dezember 2007 (ZENIT.org).- Am Sonntag, dem 2. Dezember, empfingen die jungen Menschen der Diözese Broken Bay in Australien zum zweiten Mal das Weltjugendtagskreuz. Anlässlich des am Vortag begangenen Weltaidstages trugen sie rote T-Shirts.



Das Jugendteam der Diözese hatte ein Forum zum Thema Aids organisiert, um auf die zeitliche Nähe dieser Ereignisse hinzuweisen. Mark McDonald, Zeremonienmeister der Veranstaltung, wies darauf hin, dass das mit der Aufgabe übereinstimme, die Papst Johannes Paul II. den jungen Leuten anvertraute, als er ihnen 1986 das Kreuz übergab. Sie sollten es als ein Symbol für die Liebe Christi zur Menschheit durch die Welt tragen.

„Im Evangelium“, so erklärte McDonald, „fordert Jesus seine Nachfolger wiederholt auf, sich um die Leidenden zu kümmern und all jene, die sich in Gefahr befinden. Er sagt uns, dass wir auf diese Weise ihm dienen. Jetzt hat die Jugend von Broken Bay sich dazu entschlossen, auf diesen Ruf zu antworten.“

Als Zeichen ihres Engagements zur Aufklärung hinsichtlich der Fragen rund um das Thema Aids trugen Hunderte von jugendlichen Teilnehmern, die das Weltjugendtagskreuz verehrten, T-Shirts mit dem Schriftzug „Mach den ersten Schritt“ („Take the Lead“).

Die Veranstaltung mit dem Titel „Der große rote Ruf“ war, wie mir Bischof David Walker von Broken Bay versicherte, lediglich ein Vorgeschmack dessen, was die Pilger während des Weltjugendtages in seiner Diözese erwarte.

Er betonte, dass „der Weltjugendtag in Broken Bay als Motor für die persönliche Wandlung unserer jungen Menschen dient: durch das Eintauchen in Erfahrungen, die ihre Beziehung mit Jesus Christus vertiefen. Wir sind zuversichtlich, dass unser Team weiterhin durch Initiativen wie die heutige sichtbar machen wird, was es heißt, Christus ähnlich zu sein.“

Charlotte Owen, 17 Jahre alt und Vorsitzende der Gesellschaft St. Vincent
für soziale Gerechtigkeit des Katholischen Kollegs der Brigittinnen, führte aus: „Es geht darum, uns alle zu entsinnen, dass wir dazu berufen sind, den Leidenden und den Machtlosen zu dienen. Außerdem geht es darum, sich aufzuraffen und vor Ort zu handeln, um Aids und andere Ungerechtigkeiten unserer Welt zu stoppen.“

Nach echtem Broken-Bay-Stil bestand die Veranstaltung aus Musik- und Tanzvorstellungen, Informationsständen und -aktivitäten, einer Podiumsdiskussion zu den unterschiedlichen Aspekten von Aids und der richtunggebenden Rede von Hugh Evans, Gründer und Direktor der Stiftung „Oak Tree“, der 2004 mit dem Young-Australian-Preis ausgezeichnet worden war.

Evans rief zur Verpflichtung auf, unsere Welt aus der eisernen Umklammerung von Aids zu befreien und mit jenen barmherzig zu sein, die darin gefangen sind.

Im Anschluss fand ein Solidaritätsmarsch für die Aidsopfer statt. Dabei trugen die Jugendlichen das Kreuz und die Marienikone als Zeichen dafür, dass sie die Last der einzelnen Leidenden auf sich nehmen. Gleichzeitig wurde die Leidensgeschichte von Aidskranken zu Gehör gebracht.

Während des gesamten Tages konnten die Teilnehmer malend auf einer Leinwand und auf Buttons und Drachen „Zeichen setzen“. Das diözesane Jugendteam bereitete zahlreiche Transparente mit Stellen aus dem Evangelium, anregenden Zitaten und Geschichten aus dem Leben vor, die den Zweck und die Vision dieser Veranstaltung verdeutlichten.

Damit muss es aber nicht getan sein. Jede Diözese und Jugendgruppe kann vom Material, das Broken Bay produziert hat, profitieren, um das Leben der an Aids Leidenden in ihrem Umfeld zu verändern (Big Red Challenge).

[Übersetzung aus dem Englischen durch Marta Valle]