Aktive Sterbehilfe in der Diskussion

Kardinal Christoph Schönborn und Bischof Benno Elbs fordern Verfassungsänderung

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 777 klicks

Nachdem sich Kardinal Christoph Schönborn am Samstag, dem 2. November, gegenüber der österreichischen Nachrichtensendung „Ö1-Mittagsjournal“ für den Schutz des Lebens und gegen die aktive Sterbehilfe ausgesprochen hatte, erhielt er nun Unterstützung durch den Bischof von Feldkirch in Voralberg, Benno Elbs.

Wie auch Kardinal Schönborn befürwortet Bischof Elbs, das Sterbehilfeverbot in der österreichischen Verfassung zu verankern. „Ich glaube, wir müssen uns mit all unseren Kräften einsetzen für eine Kultur des Lebens für den Schutz des Lebens von Anfang an, auch bis zum natürlichen Tod“, so Bischof Elbs gegenüber dem ORF Vorarlberg. Das Leben müsse geschützt werden, vor allem der Menschen, die sich nicht allein wehren könnten, wie alte oder behinderte Menschen.

Kardinal Schönborn und Bischof Elbs fordern, statt die aktive Sterbehilfe die medizinische Sterbebegleitung zu wählen. „Es gibt nur die aktive Tötung eines Menschen oder die Begleitung. Einen dritten Weg gibt es nicht“, so Kardinal Schönborn gegenüber dem Ö1-Mittagsjournal. Anlass für die Äußerungen des Kardinals war die Ankündigung des deutschen Theologen Hans Küng, in einem Schweizer Hospiz den Freitod wählen zu wollen, falls sich sein Gesundheitszustand weiter verschlechtere.