Albanien: Dramatischer Anstieg der Fluten

Weitere Regenfälle angekündigt, tausende Menschen evakuiert.

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FREIBURG, 14. Januar 2010 (ZENIT.org ).-Die seit mehr als einer Woche andauernden verheerenden Überschwemmungen in Nordalbanien zwingen immer mehr Menschen dazu, ihre Häuser und Dörfer zu verlassen und sich in höher gelegenen Orten in Sicherheit zu bringen. Zehntausende Häuser sind durch die Fluten weggerissen worden, am Fluss Drin sind alle Deiche gebrochen, zehntausende Hektar Agrarland stehen zudem unter Wasser. Insgesamt sind mehr als 100.000 Menschen betroffen.

"Die Überflutungen sind grauenhaft", berichtet Schwester Maria Christina Färber, Projektleiterin bei Caritas Albanien und Kooperationspartnerin von Caritas international, "das Wasser ist gestern nochmals gestiegen, die Straße nach Velipoje Richtung Meer steht drei Meter unter Wasser." Caritas Albanien hilft den Katastrophenopfern mit Heizmaterial, Decken, Hygieneartikeln und Lebensmitteln sowie Futter für ihre Tiere. In den Gesundheitszentren werden Medikamente ausgeteilt, um die betroffenen Menschen medizinisch zu versorgen. Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, hat zunächst 25.000 Euro für die Nothilfeaktivitäten zur Verfügung gestellt.

In Shkodra stehen ganze Stadtteile unter Wasser, die Stadt gleicht einem See. "Im Stadtteil Perash", berichtet Schwester Maria Christina, "hat das Wasser die Abwässer aus der Kläranlage gedrückt, die Häuser stehen nun bis zu einem Meter in den Fäkalien." Die Helfer fürchten nun, dass sich Krankheiten oder gar Seuchen ausbreiten könnten.

Spenden mit Stichwort „Fluthilfe Albanien“ werden erbeten auf:

Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00 oder online unter: www.caritas-international.de