Alle an der beglückenden Freundschaft Jesu teilhaben lassen

Kardinal Schönborn bei der Fronleichnamsprozession in der Wiener Innenstadt

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WIEN, 12. Juni 2009 (ZENIT.org).- Der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn hat alle Christen ermutigt, „die Erfahrung des Glücks der Freundschaft mit dem auferstandenen Jesus" an andere weiterzugeben.

Bei der traditionellen Fronleichnamsprozession durch die Wiener Innenstadt (vgl. nähere Informationen) wies der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz gestern, am Hochfest des Leibes und Blutes unseres Herrn Jesus Christus, darauf hin, dass heute eine ähnliche Situation herrsche wie in den ersten drei Jahrhunderten des Christentums, als sich der Glaube gewaltlos und dem gesellschaftlichen Widerstand zum Trotz durch das persönliche Zeugnis der Christen überall hin ausgebreitet habe. In diesem Sinn müsse auch heute der „Weg des missionarischen Zeugnisses“ gegangen werden, so Kardinal Schönborn, der diesbezüglich an den Erneuerungsprozess „Apostelgeschichte 2010“ erinnerte, den er für die Erzdiözese Wien angestoßen hatte (vgl. Hirtenbrief).

„Unmöglich können wir schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben“: Dieses Wort der Apostel Petrus und Paulus vor dem Hohen Rat sei entscheidend, hob Kardinal Schönborn hervor. Und um den Menschen tatsächlich die Freude Christi vermitteln zu können, gehe es zunächst darum, sich die barmherzige und von aufrichtigem Mitleid geprägte Sichtweise Jesu auf die Menschen zu Eigen zu machen. Dann könne man im Denken, Reden und Tun Zeugnis geben und insbesondere den Orientierungslosen Rede und Antwort stehen.