Ältester Grundschüler der Welt starb in Kenia

Der Schulunterricht half ihm, die Bibel zu lesen und zu verstehen

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NAIROBI, 19. August 2009 (ZENIT.org) – In der kenianischen Hauptstadt Nairobi starb vor fünf Tagen, am 14. August, der älteste Schüler der Welt: Mit 84 Jahren hatte Stephan Kimani Maruge im Zuge der Einführung der Gratis-Grundschule 2003 seine schulische Laufbahn in Angriff genommen und sich dafür einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde verdient. 2010 hätte er die Grundschule, die in Kenia acht Jahre dauert, abschließen können.



Maruge war aufgrund einer Krebserkrankung an den Rollstuhl gefesselt gewesen. Am 24. Mai 2009 hatte er das Sakrament der Taufe empfangen. Sein Seelsorger, Comboni-Missionar P. Paulino Mondo, spendete ihm kurz vor seinem Tod noch das Sakrament der Krankensalbung. Nach Angaben des Katholischen Informationsdienstes für Afrika (CISA) starb Maruge in einem Altersheim namens „Cheshire Home“, wo er drei Jahre lang betreut worden war.

Der Schulunterricht habe Maruge nicht nur geholfen, die Bibel zu lesen und zu verstehen, sondern obendrein alle erforderlichen Katechismus-Tests zu bestehen, so P. Mondo. Als Taufnamen hatte sich der älteste Grundschüler der Welt den Namen Stephan ausgesucht. „Ich übergebe Gott mein ganzes Leben – von jetzt an bis zum Tod“, so seine Worte bei der Taufe. „Beim Lesen der Bibel stolperte ich über den Namen Stephan. Das ist ein passender Name für Menschen, die Härtefälle erlebt haben wie ich.“

Die berührende Geschichte des Kenianers wird gerade verfilmt. Die Hollywood-Produktion trägt den Titel The First Grader. Wann der Film anlaufen wird, ist noch nicht bekannt.