Am Tag danach: Dankesmesse für Heiligsprechungen

Zehntausend Pilger aus Bergamo und Polen im Petersdom

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 349 klicks

Am Tag nach der Heiligsprechung von Johannes XXIII. und Johannes Paul II. haben tausende Pilger aus Bergamo – der Provinz in der Roncalli geboren wurde – und aus  Polen eine Dankesmesse im Petersdom gefeiert. Die Messe wurde unter anderen von dem Krakauer Kardinal Stanislaw Dziwisz, dem ehemaligen Sekretär des heiligen Johannes Paul II., zelebriert. In seinen Dankesworten sagte er, die beiden Päpste seien durch das Zweite Vatikanische Konzil geprägt worden, denn Johannes XXIII. habe es einberufen, Johannes Paul II. habe es umgesetzt.

„Wir danken für das außerordentliche Zeugnis der Liebe und des Dienstes, das diese beiden Hirten gegeben haben! In ihrer Liebe und ihrem Dienst hat sich das Versprechen Gottes erfüllt, das der Prophet Jeremias verkündet hat: ‚Ich werde euch Hirten nach meinem Herzen geben’. Für dieses Doppelgeschenk danken wir Papst Franziskus von Herzen. Schon im ersten Jahr seines Pontifikats hat er entschieden, seine beiden Vorgänger am Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit heiligzusprechen. Danken wir auch Papst Benedikt XVI., der so viel für diese Sache, die für die ganze Kirche so wichtig ist, getan hat!“

Die Predigt des Dankesgottesdienstes hielt der Erzpriester des Petersdoms, Kardinal Angelo Comastri. Er sagte, das Leben von Johannes Paul II. sei „ein ständiger Gehorsam gegenüber dem Evangelium“ gewesen; der heilige Papst habe den Mut gehabt, „den Glauben an Jesus in einer Epoche der stillschweigenden Apostasie offen auszusprechen“. Dann ging Comastri auf die Formulierung von Papst Franziskus während der Heiligsprechung ein, in der dieser Johannes Paul II. als „Papst der Familie“ bezeichnete, auch im Hinblick auf die Familiensynoden zur Familien- und Ehepastoral in den kommenden Jahren. So richtete er seine Worte direkt an den Heiligen und bat ihn:

„Heiliger Johannes Paul II., erwirke uns vom Himmel das Geschenk des Lichts, damit wir den Weg des göttlichen Plans finden, der die Familie betrifft: dass sie die einzige Straße ist, die der Familie Würde, der Liebe Wahrheit und den Eheleuten und ihren Kindern Zukunft gibt! ... Heiliger Johannes Paul, bitte für die Kirche, die du so sehr geliebt hast und die du mutig auf den Weg heroischer Treue zu Jesus geführt hast! Bitte für uns, damit wir zusammen mit Papst Franziskus ein Herz und eine Seele sind, damit die Welt glaube!“