Amerikaner blieben davor bewahrt, Vernichtung Ungeborener zu bezahlen

US-Bischöfe loben Zusatzklausel des Repräsentantenhauses

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WASHINGTON, 11. November 2009 (Zenit.org).- Die katholischen Bischöfe in den USA haben die Entscheidung des Repräsentantenhauses gelobt, sich gegen die Finanzierung von Abtreibung aus öffentlichen Geldern zu stellen. Die Oberhirten appellieren derzeit an den US-Senat, diese ebenso gegen diesen Plan aus dem Gesundheits-Reform-Paket vorzugehen. Das Repräsentantenhaus verabschiedete den Gesetzesvorschlag, der die meisten Amerikaner einbeziehen will, am vergangenen Samstag. Pro-Life-Abgeordnete hatten einen Zusatz des Abgeordneten Bart Stupak angefügt, der den Abfluss von Bundesgeldern zur Finanzierung von Abtreibungen stoppt. Nun muss der Senat noch über die Vorlage beraten, was, wenn möglich, noch kommende Woche geschehen soll.

In einem dringenden Schreiben von vorigen Freitag drängten die Bischöfe die Abgeordneten des Repräsentantenhauses, die Abtreibungsfinanzierung aus dem Vorschlag heraus zu lassen und dafür zu sorgen, dass „die fällige Gesundheitsreform wirklich das Leben schützt, sowie die Würde, die Gesundheit und das Gewissen aller." Kardinal George kommentierte, in einem entscheidenden Schritt habe das Parlament die bewährte und breit unterstützte vorige Bestimmung, Abtreibungen nicht aus Bundesgeldern zu finanzieren, durch ein überwältigendes Votum bestätigt.

Die Bischöfe wollen nun, wie der Kardinal ankündigt, den Senat überzeugen, diese „wichtige Absicherung in seine Version des Gesundheitsreformgesetzes mit einzubeziehen". Kardinal George dankte dafür, dass nun die amerikanischen Bürger davor bewahrt blieben, für die „Vernichtung von ungeborenen Kindern" zu bezahlen. Die Bischofskonferenz werde wachsam bleiben und sich weiter während des gesamten Gesetzgebungsprozesses beteiligen, um sicher zu gehen, dass diese grundlegende Klausel in der abschließenden Version beibehalten wird.

Auch beobachte die katholische Kirche sehr genau andere Aspekte der Reform, die sich auf Arme und Schwache beziehen oder Anfang und Ende des Lebens betreffen. „Wir werden darauf beharren, dass das Gesundheitsreformgesetz die Gewissensfreiheit achten muss. „Wir unterstützen Maßnahmen, die Gesundheitsvorsorge für untere Einkommensschichten und Nicht-Versicherte erschwinglich macht", sagte der Kardinal. Die Oberhirten werden ihm zufolge weiterhin mit Sorge darüber wachen, ob Migranten fair behandelt werden und nicht noch den Schutz verlieren, den sie derzeit haben. (mk)