Amerikanische AIDS-Hilfe wird in Südafrika an Ortskirche übergeben

Unterstützung für größte Gemeinschaft HIV-Positiver weltweit

| 1494 klicks

JOHANNESBURG, 10. Februar 2010 (ZENIT.org).- Die Katholischen Hilfsdienste (Catholic Relief Services) der US-amerikanischen katholischen Bischofskonferenz haben die Verantwortung für die AIDS-Hilfe in Südafrika an die Ortskirche abgegeben. Die südafrikanische Bischofskonferenz übernimmt dies nun mit lokalen Partnern, einem katholischen Krankenhaus und dem Institut für Jugendentwicklung Südafrika.

Anlässlich der Übergabefeier lobte die Leiterin der südafrikanischen Vertretung der Catholic Relief Services, Ruth Stark, die Anstrengungen und den Erfolg der Ortskirche in der Vergangenheit, in der Hilfe für die weltweit größte Gemeinschaft von HIV-Positiven. „Das Programm endete damit, dass die meisten von uns zu Tränen gerührt waren, als ein 12-jähriger Waise den Anwesenden über sein Leben berichtete, wie sehr die Unterstützung, die er durch die Dienste erhalten hatte, ihn sowohl emotional als auch finanziell auffing", sagte Stark nach der Veranstaltung.

Die Unterstützung geht zurück auf Bemühungen der südafrikanischen Bischofskonferenz im Jahr 2003 während einer Reise in die USA, während der die Hirten mit Leitern der Catholic Relief Services Kontakt aufnahmen und Spenden für ihre Aids-Projekte erbaten. Nach der Übergabe wird nun erwartet, die Arbeit noch wirksamer voran zu bringen, da die lokalen Organisationen die Bedürfnisse besser kennen. Die Leiterin des AIDS-Büros der südafrikanischen Bischofskonferenz, Schwester Alison Munro, sagte: „Unsere Bemühungen sind manchmal scheinbar wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Gott, der alles sieht, weiss darum. Aufgrund unserer Bemühungen sterben weniger Menschen."

Die meisten Patienten kooperieren Schwester Alison zufolge zuverlässig und nehmen die Medikamente regelmäßig ein, so gehen ihre Symptome zurück. Mit der Linderung der Beschwerden sind sie in der Lage zu ihrer Arbeit zurückzukehren oder mit neuen Jobs zu beginnen. Die Dienste für die HIV-Positiven werden nicht nur in Gesundheitseinrichtungen angeboten, sondern in Kirchengemeinden, bei Hausbesuchen, in Hausaufgabenbetreuungen oder gar „vom Laderaum eines Wagens".

Laut Catholic Relief Services sind 5,7 Millionen Menschen unter 50 Millionen Einwohnern Südafrikas HIV-positiv. Das Programm der Einrichtung erreichte 73.000 Menschen, von denen 35.000 als Patienten medikamentös behandelt werden. (mk)