Amtsantritt von Msgr. Parolin

Das vatikanische Staatssekretariat empfängt seine Nummer Eins

Rom, (ZENIT.org) Anne Kurian | 282 klicks

Msgr. Pietro Parolin trat am Montag, dem 18. November, sein Amt als Staatsekretär an, einen Monat nach Rücktritt von Kardinal Tarcisio Bertone (15. Oktober 2013).

Der Amtsantritt des italienischen Erzbischofs, der seit 2009 Apostolischer Nuntius in Venezuela gewesen war, hatte sich aufgrund eines chirurgischen Eingriffs verzögert. Nach einer Konvaleszenz im Veneto, wo er die mit seiner neuen Funktion zusammenhängende Arbeit bereits begonnen hatte, traf Msgr. Parolin am vergangenen Samstag (16. November) im Vatikan ein. Hier bezog er ein Zimmer im Gästehaus Santa Marta, wo auch Papst Franziskus wohnt. Gestern Vormittag veröffentlichte das Staatssekretariat einen Tweet, um seine neue „Nummer Eins“ willkommen zu heißen: „Das Staatssekretariat begrüßt den neuen Staatssekretär, Erzbischof Parolin, der heute Morgen sein Büro bezogen hat.“

Mit 58 Jahren ist Msgr. Parolin der jüngste Staatssekretär seit der Ernennung Eugenio Pacellis (des künftigen Papstes Pius XII.) im Jahr 1930. Parolin ist ein Spezialist für Kirchenrecht und kann auf eine große Erfahrung im diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls zurückblicken.

Vor seiner Ernennung zum Apostolischen Nuntius in Venezuela war Msgr. Parolin Untersekretär der Sektion für die Beziehungen mit den Staaten, die umgangssprachlich auch als „Außenministerium“ des Heiligen Stuhls bezeichnet wird. In diesem Amt arbeitete Parolin für den Frieden, in so schwierigen Angelegenheiten wie dem israelisch-palästinensischen Konflikt und den Beziehungen zwischen Heiligem Stuhl und Staaten wie China und Vietnam.

Bei der Verabschiedung von Kardinal Bertone erwähnte Papst Franziskus, der neue Staatssekretär kenne „die Familie des Staatssekretariats“ sehr gut, denn er habe „schon seit vielen Jahren mit Leidenschaft und großer Kompetenz für sie gearbeitet, und zwar mit jener Fähigkeit zum Dialog und jener Menschlichkeit, die zu seinen Eigenschaften gehören. In einem gewissen Sinn wird diese Ernennung für ihn wie eine Heimkehr sein!“