An die Schönheit der Begegnung mit Jesus, dem Herrn, heranführen

Treffen des Europadienstes der Berufungen, Warschau, Polen, 3. - 6. Juli 2014

Sankt Gallen, (CCEE) | 247 klicks

Titel:                          Christozentrische Erziehung im Dienst an den Berufungen heute: "Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht" (Phil 2,5)

Veranstalter:           CCEE-Kommission "European Vocation Service" (EVS) 

Teilnehmer:             Die Bischöfe und die Verantwortlichen für Berufungspastoral sowie die Delegierten der Bischofskonferenzen und der religiösen Kongregationen aus 18 Nationen Europas (Albanien, Belgien, Deutschland, England und Wales, Frankreich, Irland, Italien, Kroatien, Litauen, Österreich, Polen, Portugal, Romania, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn) und ein Vertreter aus den Vereinigten Staaten. Insgesamt haben sich 5 Bischöfe und über 30 Priester am Treffen beteiligt. 

An die Schönheit der Begegnung mit Jesus, dem Herrn, heranzuführen ist die wahre "Berufungspädagogik der Heiligkeit" (Papst Franziskus) - so die Zusammenfassung der Ergebnisse des Jahrestreffen des Europadienstes der Berufungen, das vom 3. bis zum 6. Juli  2014 in Warschau (Polen) stattfand. 

Das Jahrestreffen des Europadienstes der Berufungen wurde im Oberseminar der Diözese von Warschau-Prag (Polen) ausgerichtet und von der CCEE-Berufungskommission sowie vom Europadienst der Berufungen unter dem Vorsitz von  S.E.R Mgr. Oscar Cantoni und mit der Koordinierung von Mgr.. Nico Dal Molin organisiert. S.E.R. Mgr. Jorge Carlos Patron Wong, Sekretär für die Priesterseminare bei der Kongregation für den Klerus hat ebenfalls am Treffen teilgenommen.

Schwerpunktthema des diesjährigen Treffens war die christozentrische Erziehung im Dienst an den Berufungen im Rahmen des heutigen sozio-kulturellen Kontextes in Europa.

Zu Beginn des Treffens hat S.E.R. Mgr. Oscar Cantoni, Vorsitzender der CCEE-Berufungskommission, in seinem Eröffnungsgebet gesagt: "Wir haben die schwierige Aufgabe jungen Menschen zu helfen, jenes Klima des Zuhörens zu finden, in dem die Stimme des Herren ohne von anderen Stimmen erstickt zu werden "erklingen" kann".

Die Arbeit ist von  S.E.R. Mgr. Oscar Cantoni und von Don Michel Remery, CCEE-Vize-Generalsekretär, sowie vom Koordinator Mgr. Nico Dal Molin eingeleitet und beendet worden. Mgr. Dal Molin hat daran erinnert, dass das Staunen, die Dankbarkeit und die Kontemplation wesentliche Dimensionen einer "wahren Berufungspädagogik der Heiligkeit" sind, die die Schönheit der Begegnung mit Christus auslebt". 

S.E.R. Mgr. Jorge Carlos Patron Wong, Sekretär für die Priesterseminare bei der Kongregation für den Klerus, hat ein wichtiges Thema des christlichen Lebens hervorgehoben: “Täglich geht Christus in all dem was wir unternehmen unter. Deshalb ist es wesentlich, dass Christus wieder eine zentrale Rolle in unser Leben einnimmt". 

Auf der Grundlage der Dokumente des Institutes für nationale Erinnerung in Polen hat S.E.R. Mgr. Marek Solarczyk, Delegierter für Berufungspastoral der polnischen Bischofskonferenz, die Ausbildung der Seminaristen während des Kommunismus von 1946 bis 1989 beschrieben. Don Tadeusz Ruciński, Pastoraltheologe und Leiter einer katholischen Schule in Polen, hat die Lage beschrieben, in der sich viele jungen Menschen heute befinden: abgelenkt von der Subkultur der Leere und des Lärms sind sie nicht mehr im Stande, die Simme Gottes wahrzunehmen. Um Jugendliche an Gott heranzuführen muss man bereit sein, ihnen zuzuhören und sie stillschweigend zu begleiten. Wenn alles schweigt, spricht Gott aus unserem Herzen.​

Don Stephen Langridge, Zuständiger für Berufungspastoral in England und Wales hat die christozentrische Erziehung im Dienst an den Berufungen im Rahmen des heutigen sozio-kulturellen Kontextes in Europa vorgestellt. Es ist wichtig alte Modelle zu überwinden und sich der Neuevangelisierung zu widmen, die sich an junge Menschen richtet. Nur so können sie die Liebe Gottes in Jesus Christus entdecken.

Im Rahmen des Treffens hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, über die Berufungsinitiativen in ihrem eigenen Land zu berichten. Besoders wichtig waren in diesem Zusammenhang die Erfahrungen aus Polen, Frankreich und Portugal.    

Im Bewusstsein der zentralen Rolle, die Jesus in unserem Alltag einnimmt, haben die Teilnehmer die Eucharistie, das Stundengebet, das persönliche Gebet und die ewige  Anbetung des Heiligsten Sakraments gefeiert. Ebenso sind die Teilnehmer zum Grab des seligen Vaters Jerzy Popiełuszko gepilgert. Dieser polnische Priester aus Warschau, der seinen Glauben offen bekennte, wurde aufgrund seiner Unterstützung der Opposition um die Solidarnosć ermordet. Nach der Pilgerfahrt wurde die Eucharistie in der Kathedrale von Warschau-Prag gefeiert. 

Das nächste Jahrestreffen des Europadienstes der Berufungen wird vom 6. bis zum 9. Juli 2015 in Prag (Tschechische Republik) stattfinden.