Anatolia und Victoria

Zwei frühchristliche Märyterinnen

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 218 klicks

Die beiden Schwestern Anatolia und Victoria, die im 3. Jahrhundert in Rom lebten, gehören zu den frühchristlichen Märtyrern. Der Legende nach sollten die beiden jungen Mädchen mit vornehmen Römern verheiratet werden. Während Victoria sich der geplanten Hochzeit aufgeschlossen zeigte, widersetzte sich Anatolia dem Vorhaben, da sie ihr Leben Gott weihen wollte. Ihr gelang es, auch ihre Schwester vom Gott geweihten Leben zu überzeugen. Victoria verkaufte ihren Besitz, um den Erlös unter den Armen zu verteilen. Die beiden jungen Männer aber akzeptierten die Entscheidung der Umworbenen nicht und setzten durch, die beiden jungen Mädchen entführen zu dürfen. Auf diese Weise hofften sie, die Meinung der beiden Christinnen ändern zu können. Doch es kam anders. Anatolia und Victoria bekehrten im Laufe der Zeit ihr gesamtes Umfeld zum Christentum. Titus Aurelius, der Anatolia hatte heiraten worden, gab schließlich auf und lieferte die Angebetete den Behörden aus. Auch der um Victoria werbende Eugenius ließ von seinem Vorhaben ab. Anatolia und Victoria wurden auf Befehl des Präfekten Julian getötet. Eine Darstellung der beiden Jungfrauen befindet sich in Sant'Apollinare in Ravenna.